1. FC Köln: Frust statt Euphorie

geschrieben von Linksaußen | in 1.FC Köln, Fussball, Spieltage, Trainer | am 16. 09. 2009

Beim 1. FC Köln wird man auch gern mal schnell euphorisch, erst recht, nachdem Nationalspieler Lukas Podolski nun wieder das Trikot der “Geißböcke” trägt. Der eine oder andere Fan sah seinen Verein vielleicht auch schon auf dem Weg in die internationalen Wettbewerbe. Doch nach fünf Spieltagen sieht die Realität ganz anders aus: Vier Niederlagen, gerade einmal ein Punkt, Tabellenletzter. Der Stuhl vom neuen Trainer Zvonimir Soldo wackelt bereits zu Saison-Beginn heftig. Die nächsten Gegner des 1. FC Köln lassen auch nicht wirklich Hoffnung aufkeimen. Mit dem VfB Stuttgart, Bayer 04 Leverkusen und Bayern München stehen harte Brocken bevor. Kritik wird zudem teilweise laut an der Zusammenstellung des Kaders. Dafür kann jedoch nicht Soldo verantwortlich gemacht werden, denn der hatte bei der Arbeit von Manager Meier kaum Mitspracherecht.

Viel schönzureden gibt es in Köln nun derzeit wirklich wenig. Das sieht auch “Prinz Poldi” so: “Wenn du Letzter bist, kannst du nichts schönreden”. Doch beim 1:2 gegen Schalke 04 am letzten Spieltag konnte er wenigstens sein erstes Saisontor für die Kölner erzielen. Allerdings muss man anmerken, dass neben dem bevorstehenden Programm der nächsten Wochen auch die Gegner in den ersten Spielen nicht wirklich leicht waren. Dass es bald zum ersten Erfolgserlebnis für die Mannschaft von Soldo kommt, davon ist der Trainer überzeugt; wie er im Übrigen auch vom Potenzial seiner Mannschaft überzeugt ist. Verständlich, schließlich stehen neben Podolski Spieler wie Maniche oder Petit im Kader. Die nächsten Spiele werden zeigen, was der 1. FC Köln wirklich imstande ist, zu leisten. Eines ist aber sicher: Der Druck wird nicht abnehmen, erst Recht nicht, wenn nach den nächsten Spielen der erste “Dreier” immer noch nicht eingefahren werden konnte.