Alles schläft, einer wacht

geschrieben von Benjamin Weissinger | in Energie Cottbus, FC Bayern München, Fussball, Hamburger SV, Hertha BSC, Hoffenheim, Karlsruher SC, Mönchengladbach, Vereine | am 10. 02. 2009

Die Niederlage des FC Bayern gegen den HSV sollte ein Weckruf für die Konkurrenz sein, nicht alles zu glauben, was so in den Medien steht. Nämlich dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann das Münchner Starensemble um Ribery und Co die Tabellenführung übernimmt und unaufhaltsam davonzieht. Doch nur einen Spieltag später präsentiert sich die Führungsriege der Bundesliga im kollektiven Tiefschlaf: Hoffenheim und Hertha erreichen nur Unentschieden gegen die Kellerkinder Gladbach und Bielefeld, HSV und Leverkusen verlieren gar gegen KSC und VfB. Nur einer wacht, oder wie der Kicker es in seiner Montagsausgabe sagt, nur einer lacht: Der FC Bayern, der zuhause 3:1 gegen den BVB gewinnt. Und schon sind sie wieder auf Schlagdistanz.

Aber vielleicht haben die Großen und Gernegroßen der Liga garnicht verschlafen. Vielleicht sind die Kleinen aus der unteren Tabellenregion einfach früher aufgestanden. Mit beherztem Kampf und guten, spielerischen Ansätzen haben Bielefeld, Gladbach, Karlsruhe und Cottbus an diesem Spieltag wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt und gezeigt, dass es um die Leistungsdichte der Bundesliga nicht so schlecht bestellt ist, wie es manche gerne darstellen. Wie dem auch sei, am nächsten Spieltag sind vier der fünf Führenden unter sich. Hertha empfängt die Klinsmänner, Leverkusen reist nach Sinsheim. Wer hier verschläft, verliert gleich sechs Punkte. Wir dürfen also mit hellwachen Teams rechnen.