Am Rande notiert

geschrieben von Torsten | in 1.FC Köln, Alemannia Aachen, Allgemeines, Arminia Bielefeld, FC Schalke 04, Fussball, Links, Medien, Mönchengladbach, Spieler, Trainer, aufreisser | am 06. 03. 2007

Der Hammer direkt zu Beginn: Ernst Middendorp, deutscher Erfolgstrainer mit Eisenhand, ist wieder auf dem Markt! Sein Engagement bei den sdafrikanischen Kaizer Chiefs wurde nach zweijhriger Ttigkeit berraschend beendet. Die deutsche Fuballszene horcht auf. Vor allem die Vereine, die bereits jetzt oder aber demnchst Trainerstellenvakanzen zu besetzen haben, suchen schon hektisch nach “Eisen-Ernsts” Telefonnummer.

Nicht minder spektakulr die Meldung, dass Bundesgesundheitsministerin Ulla “bleiben Sie gesund” Schmidt neuerdings offizielles Vereinsmitglied des DSC Arminia Bielefeld ist. Ausgestattet mit der Mitgliedsnummer 9777 und der Rckennummer 12 auf einem eilends hergestellten Arminia-Trikot, soll die gebrtige Aachenerin offensichtlich den krnkelnden Ostwestfalen ein heilsames Pflsterchen kleben, damit das mit dem Klassenerhalt noch klappt. Schmidt ist, nebenbei erwhnt, ebenfalls Mitglied beim Abstiegskonkurrenten Alemannia Aachen. Pikant, pikant…

Apropos Aachen. Jan Schlaudraff, seines Zeichens Fuballtalent, hat es derzeit nicht leicht bei der Alemannia. Sein Abschied im Sommer zu den Mnchener Bayern hinterlsst bei vielen Aachenfans nicht nur einen faden Beigeschmack. Vielmehr scheinen sie einen so fiesen Geschmack im Mund zu verspren, der nur bei schlimmstem Pilzbefall auftritt. Nur so kann man erklren, dass es am Rande des letzten Bundesligaspiels der Alemannen gegen Mainz zu wsten Beschimpfungen und Anfeindungen gegen den Jungnationalspieler kam. Der setzt sich nun zur Wehr und stellt die rhetorische Frage in den Raum, “ob die alle noch ganz dicht” seien. Zumindest kommunikationstechnisch betrachtet bewegt sich die Alemannia zweifelsfrei in der ersten Liga und spielt ganz vorne mit.

Betrachten wir nun den FC Schalke 04. Der Nochtabellenfhrer hat ja derzeit reichlich Ausflle zu kompensieren. Ob selbstverschuldet, wie durch den impulsiven Lincoln, oder aber verletzungsbedingt (Asamoah, Lvenkrands, Pander etc.); selbst Bordon und Krstajic spielen nur unter Zuhilfenahme von Schmerzmitteln oder Carbonpanzern. Auch Gustavo Varela fiel vor geraumer Zeit aus. Von bis zu sechs Monaten Zwangspause war die Rede. Nun aber die gute Nachricht: Der zuerst diagnostizierte Kreuzbandriss hat sich nicht besttigt. Es kann also durchaus sein, dass er schon Ende Mrz wieder zur Verfgung steht.

Unterdessen gehen einige knigsblaue Fans auf die Barrikaden ob der Pfiffe gegen Hamit Altintop im Spiel gegen den Hamburger SV und dem generellen Verhalten von Groteilen des Publikums in selbigem Spiel. Mangelnde Untersttzung und Missstimmung seien im Kampf um die deutsche Meisterschaft die falschen Mittel. In einem offenen Brief wird dies nun kundgetan, in der Hoffnung, dass vielleicht bald wieder Besserung in jeglicher Hinsicht eintreten mge.

Christoph Daum, Lieblingskind des deutschen Fuballboulevards, bt harsche Selbstkritik. Den von ihm in der Winterpause geholten Spielern sprach er nun einiges an Qualitt ab. Ein feiner Zug, Herr Daum. Schade, dass die Erkenntnis erst jetzt kommt, wo die Spieler schon lngst unter Vertrag stehen und ein Umtausch ausgeschlossen ist. Vielleicht klappt es ja im Transferfenster des Sommers besser.

Der rheinische Rivale des 1. FC Kln, Borussia Mnchengladbach, bt sich nach wie vor in Durchhalteparolen. Trainer Jos Luhukay will partout die Flinte nicht ins Korn werfen und hofft auf Besserung in den noch ausstehenden Spielen. Wirklich berzeugend klingt das nicht immer. Auch Peter Pander will sich mit dem Thema zweite Liga noch nicht befassen. Auch die Kritik an seiner Person lsst er nur bedingt zu und sieht sich eher als Opfer, denn als (Mit-)Verursacher der Misere.Allerdings scheint er einen Kompromiss eingehen zu wollen: wenn er fr die jetzige Lage die Verantwortung bernehme, mchte er sich auch den Nichtabstieg 2005 auf die Fahnen schreiben drfen. Na bitte… nur zu.

Zum Abschluss prsentieren wir hier noch das Ergebnis einer Studie, die an der Fachhochschule Gelsenkirchen gefhrt wurde. In dieser Untersuchung ging es darum, in welchem Mae angereiste Fuballfans zum Profit des Austragungsortes beitragen. Demnach gehren Stdte wie Gelsenkirchen, Mnchengladbach und Duisburg nicht zur Beletage des deutschen Fuballs. Am besten schneiden hier Kln, Mnchen und Berlin ab.