Anzeige gegen die Feinde des Fußballs

geschrieben von Benjamin Weissinger | in Fussball, Karlsruher SC, Skandale, Stadien | am 28. 02. 2008

Es tut sich was im deutschen Fußball. Jahrelang haben die Vereine die Radikalisierung und wachsende Zerstörungswut einzelner Fangruppierungen schweigend ertragen. Diese Zeiten könnten bald vorbei sein. Der Karlsruher SC hat nach der Feuerwerks- und Rauchbombenattacke überwiegend schwarzgekleideter Ultras im Spiel gegen den VfB Stuttgart gemeinsam mit KSC-Profi Christian Eichner Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Ein Feuerwerkskörper hat den 25-Jährigen nur knapp verfehlt.

Erfreulich sind auch die Sanktionen, zu denen sich der KSC entschlossen hat. Manager Rolf Dohmen erklärte gegenüber dem SWR, die Auswärtskarten für den KSC würden ab sofort nicht mehr an die Fan-Dachorganisation “Supporters”, sondern nurnoch an namentlich bekannte Fans ausgegeben. Ein empfindlicher Schlag gegen die Krawallmacher, die vor allem auswärts gern die Sau rauslassen.

Sicher wird es viele geben, die es für nötig halten, sich auf beste Nibelungenart mit den Randalierern zu verbrüdern und “Willkür” zu schreien, anstatt aktiv gegen die Chaoten in den eigenen Reihen vorzugehen. Man kann deshalb nur hoffen, dass der KSC hart bleibt und das andere Bundesligisten nachziehen. Kriminelle müssen raus aus den Stadien.