Babbel darf weitermachen – “Hitz” abgesetzt

geschrieben von Linksaußen | in VfB Stuttgart | am 01. 12. 2009

Babbel darf weitermachen – “Hitz” abgesetzt

Es gab sie schon wieder, die große Diskussionsrunde bei den Verantwortlichen des VfB Stuttgart. Und wieder wurde die Personalie “Markus Babbel” behandelt. Darf der Coach weitermachen oder muss er seine Koffer packen und kann sich dann endlich ganz seinem Trainerlehrgang widmen? Die Antwort ist die gleiche wie schon bei der letzten Krisensitzung: Die “Bosse” des VfB halten an ihrem Trainer fest, der das Team vergangene Saison so sensationell in die Champions League führte – aber nun auch auf Platz 17 der Tabelle und damit mitten hinein in den Abstiegskampf.

Babbel darf also weitermachen, irgendein Zeichen musste aber trotzdem gesetzt werden; in der Hoffnung, dass damit die Spieler nach der katastrophalen Leistung bei der 0:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen wieder zur Besinnung kommen und erkennen, dass man mit so einer Leistung – vor allem in der derzeitigen Situation – nur verlieren kann. Also setzte Markus Babbel seinen Kapitän ab und übertrug dieses Amt an einen anderen VfB-Profi. Der eigentliche Spielführer, Thomas Hitzlsperger, ist schon seit Saisonbeginn völlig außer Form und fand sich zuletzt öfters auf der Ersatzbank oder auf der Tribüne als in der Startelf wieder; deshalb ernannte Markus Babbel nach einem Gespräch am Vormittag den französischen Innenverteidiger Matthieu Delpierre zum neuen Kapitän beim VfB Stuttgart. Wie dieser sich im neuen Amt machen wird – das wird sich noch zeigen. Außenstehende sehen in ihm aber – wie auch in Hitzlsperger – eher einen ruhigeren Amtsinhaber, dem VfB würde in der derzeitigen Situation allerdings ein Spieler, der auf dem Platz auch einmal “den Mund aufmacht” und die Mitspieler zurechtweist, gut tun. Ein solcher wäre Zdravko Kuzmanovic, der in Leverkusen schmerzlich vermisst wurde; der jedoch auch erst seit zwei Monaten beim VfB spielt.