Beckham nach L.A.

geschrieben von Nils | in Allgemeines, Fussball, Spieler, Spielerfrauen, Transfermarkt | am 11. 01. 2007

Einer DER Ikonen der vergangenen Jahre wechselt sich aus dem Profi-Fußball heraus. Nachdem Beckham bei Capello in Madrid nicht mehr viel zu lachen hatte, zieht es ihn nun in das sonnige Californien zu L.A. Galaxy. Mit 31 Jahren wohlgemerkt.
Ich frage mich, wieso er sich das antut. Hat er keine Lust mehr auf den Druck? Will er nichts mehr gewinnen? Keine Ambitionen mehr? Reicht ihm der CL-Titel ´99, der auch mehr oder weniger glücklich wahr? Mit diesem Wechsel ist das Kapitel Nationalmannschaft ebenfalls durch, da bin ich mir sicher. “Aus den Augen, aus dem Sinn.” sage ich da nur.

Sicherlich waren einige Top-Clubs an ihm dran. Er ist auch kein schlechter Fußballer. Und das, was er kann, kann er nicht verlernt haben. Ich könnte mir ihn sehr gut als rechten Verteidiger vorstellen. So in der Art, wie es Roberto Carlos bei Real mehrere Jahre sehr erfolgreich gespielt hat. Kämpfen hat er in England gelernt. Und seinen Offensivdrang kann er auf der Position auch stillen. Und da er schon im fortgeschrittenen Alter ist, hätte er immer wieder Pausen um sich hinten “ausruhen” zu können. Zentral ist Beckham nicht zu gebrauchen. Weder hinter den Spitzen, noch im defensiven Mittelfeld. Aber diese Flanken, die er, wie ein Sagnol auch, aus dem Halbfeld schlagen könnte, sind immer noch eine Waffe.

Wäre ich Manager beim HSV (vor allem bei denen!), bei München oder sogar bei Schalke. Ich hätte ihn geholt. Das Gehalt holt man durch die Fanartikel doch lange wieder rein oder schmälert es zu mindestens auf ein “erträgliches” Niveau! Aber gut, vielleicht hat auch Victoria ihre Finger drin, die evtl. eine Karriere als Schauspielerin anstrebt? Zu mindestens will die “Neue” von Tom Cruise ihr dabei helfen.

Update: Wie ich eben gerade bei dogfood erfahren habe, soll Beckham (Achtung, festhalten!) in den kommenden 5 Jahren sage und schreibe 190 Millionen$ verdienen. Was daran der Wahrheit entspricht, weiß ich nicht, aber bei 38 Millionen$ im Jahr, wäre mir die Champions League, ja sogar die WM ehrlich gesagt sch*** egal.
Aber auch hier ist ein ABER zu setzen. In den amerikanischen Ligen sind Spielerverträge meist so ausgehandelt, dass die Spieler zu Beginn des Vertrages nicht so viel Geld erhalten und dann den größten Teil zum Ende hin bekommen. Jedoch werden sie davor entweder getradet (kostet in Amerika keine oder wenig Ablöse) oder gecuttet. Inwiefern dass in der MLS ebenfalls gemacht wird, weiß ich nicht. Diese Information habe ich auch nur aus einem der Kommentare von dogfoods Artikel. Klingt für mich aber irgendwie logisch, wie sonst können sich Vereine solche Summen leisten?? Daher sollte man solche Zahlen auch mit Vorsicht genießen.