Befreiung für Gladbach
geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 02. 11. 2009
Folgender Satz von Gladbachs Trainer Michael Frontzeck nach dem 3:2-Auswärtssieg gegen den Tabellenzweiten Hamburger SV sagt schon alles aus: “Das war befreiend”. Ein Befreiungsschlag, der nötig war – schließlich hatte man davor nach zehn Spielen gerade einmal 8 Punkte auf dem Konto. Nachdem die Gladbacher erfolgreich in die Saison starteten, folgte eine Negativserie. Diese konnte nun gestoppt werden, für Frontzeck “befreiend”, für die Fans dagegen schon Anlass, um euphorisch zu werden. Die mitgereisten Fans sangen auch 20 Minuten nach Abpfiff noch “Oh, wie ist das schön”. Das sieht Frontzeck allerdings wiederum etwas anders, denn elf Punkte aus elf Spielen seien seiner Ansicht nach kein Grund, um jubelnd durch Mönchengladbach zu laufen – da hat er Recht.
Durch die Negativserie, in der Gladbach in sechs Spielen nicht mehr gewinnen konnte, stürzte die Mannschaft von Rang fünf auf Platz 15. Die Trainerdiskussion, die in solch einer Situation in Gladbach lange Zeit üblich gewesen wäre, blieb aus. Doch Micheal Bradley brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: “Es ist der Sieg, den wir dringend gebraucht haben”. Und das ist schließlich nicht irgend ein Sieg, sondern ein Sieg gegen den Hamburger SV – die standen vor dem Spiel auf Platz zwei der Tabelle, hatten noch keines ihrer zehn Spiele verloren, dafür sechs gewonnen. Beim Auswärtserfolg bewiesen die Gladbacher Akteure Moral und kamen gleich zweimal nach einem Rückstand zurück ins Spiel. In der 82. Minute erzielte der eingewechselte Rob Friend das Siegtor. Am kommenden Spieltag empfangen die Gladbacher den VfB Stuttgart, der sich ebenfalls im unteren Bereich der Tabelle derzeit aufhält. Darauf folgen Eintracht Frankfurt, Schalke 04 sowie der FC Bayern München.





Stefans Blick von der Südtribüne



















