Die Frau am Mikro: Sabine Töpperwien
Frauen und Fußball, das wird auch 2011 gerne noch von Männern belächelt. Doch es gibt genug Frauen, die Ahnung von Fußball haben und diesen gerne sehen. Bei einer Studie von 2010 wurde herausgefunden, dass ein Viertel der Zuschauer im Stadion weiblich ist. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Und unter der Prämisse mutet es gar nicht so ungewöhnlich an, dass Sabine Töpperwien ihr zehnjähriges Jubiläum als Sportchefin von WDR2 feiert. 2001 hatte sie diesen Job übernommen, blieb aber auch weiterhin Kommentatorin und ihre markante Stimme ist aus der Liga Live Übertragung nicht mehr wegzudenken. Anfang Juli hatte sie der dpa ein Interview gegeben (hier der „Abdruck“ bei HZ online), allerdings die Chancen für einen Sieg der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft falsch eingeschätzt. Wir sind auch schon gespannt, wie lange dieses Interview online ist, es folgt eine Meldung von 2005, in welcher die Seite, welche Frau Töpperwien interviewt hat, nicht mehr existiert. So viel zur Schnelllebigkeit des Internets.
Originalmeldung vom 12. Oktober 2005:
Sabine Töpperwien fiel den Hörern des NDR 1989 als erste Frau auf, die eine Fussballpartie live im Radio kommentierte. Mittlerweile ist die kleine Schwester von Rolf Töpperwien Sportchefin des WDR 2. In einem Interview mit dem Fussballmagazin Fussballperspektiven erzählt die 45jährige von ihrer Karriere als Sportreporterin.
Schon als Schülerin war Sabine Töpperwien geprägt vom Elternhaus sehr interessiert für viele Sportarten, am meisten jedoch faszinierte sie der Fussball. Mit einer beachtlichen Beharrlichkeit setzte sich Sabine Töpperwien gegen viele männliche Kollegen durch und brachte es zu einer doch sehr sportlichen Karriere.
Wer wissen will, warum Sabine Töpperwien als erste Amtshandlung als DFB-Präsidentin Franz Beckenbauer auf Lebenszeit verpflichten will, sollte das ausführliche Interview von Volker Weiss mit Sabine Töpperwien in der aktuellen Ausgabe von Fussballperspektiven lesen.
Bild: panthermedia.net | Farzin Salimi


30. Juli 2011






