Die Leiden des nicht mehr ganz so jungen Podolski
geschrieben von Benjamin Weissinger | in 1.FC Köln, FC Bayern München, Spieler, Vereine | am 05. 11. 2008
Als in der Saison 2003/2004 ein 18-Jähriger für den Abstiegskandidaten 1. FC Köln 10 Tore schoss, feierte Fußballdeutschland die Geburtsstunde eines neuen “Fußballprinzen.” Sein unwiderstehlicher Antritt, sein harter und präziser Abschluss und seine Unbekümmertheit begeisterten die Fans, sportliche Anerkennung und Sympathie flogen ihm gleichermaßen zu.
Fünf Jahre später ist Lukas Podolski immernoch beliebt. Er ist Nationalspieler und beim deutschen Rekordmeister FC Bayern angestellt. Seine Karriere erscheint steil und perfekt. Doch seit seinem Wechsel nach München ist sie zweigeteilt. “Poldi” hat 59 Länderspiele und 58 Ligaspiele für den FC Bayern hinter sich. Für die Nationalmannschaft traf er satte 31 Mal, für seinen Verein jedoch nur 12 Mal. Ein krasses Missverhältnis.
Nach nun fast zwei-einhalb Spielzeiten kommt man nicht umhin, den 10-Millionen-Einkauf Lukas Podolski als waschechten Floptransfer zu bezeichnen. Beide Seiten sind sich darüber längst im Klaren und bepflastern sich seit Wochen und Monaten mit gegenseitigen Schuldzuweisungen. Die Frage dabei ist, auf welcher Seite man dabei stehen soll – oder stehen kann.
Ich für meinen Teil bin – obschon nicht besonders anfällig für Personenhype – ein großer Fan von Lukas Podolski. Und als alter Bayernhasser bin ich nun wirklich kein Freund der Abteilung Attacke des Rekordmeisters, Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge. Doch komme ich nicht umhin, festzustellen, dass der gebürtige Pole in der Vergangenheit nicht in der Lage war, sich mithilfe überzeugender Leistungen einen Platz im Starensemble der Münchner zu erkämpfen. Der Vorwurf, Lukas Podolski bekäme zuwenig Chancen, sich zu beweisen, ist anhand seiner Einsatzzeiten kaum nachzuvollziehen. Vielmehr ist die Liste der verpassten Chancen viel zu lang.
Es ist auffällig, dass das Umfeld Podolskis – namentlich vor allem sein Berater Konrad “Kon” Schramm – schon seit geraumer Zeit immer dann mit Wechselgedanken und -gerüchten aufwartet, wenn es an der Zeit wäre, dass der Stürmer sich voll aufs Sportliche konzentriert. Der junge Familienvater wirkt dann oft hilflos, frustriert, vor allem fremdgesteuert, angestachelt zum Aufruhr gegen die Bayernbosse.
Die These, er habe letztendlich doch nicht genug Qualität, um in einem Spitzenteam zu spielen, halte ich für absurd. Das Scheitern des nicht mehr ganz so jungen Jungstars bei den Bayern ist reine Kopfsache. Wie anders ist der so exteme Unterschied der Körpersprache und Gemütsverfassung zu verstehen, der zutage tritt, wenn der 23-Jährige für die Nationalmannschaft aufläuft? Wie ist auch der extreme Leistungsunterschied zu erklären?
Die Zeichen verdichten sich, dass die unglückliche Beziehung zwischen Bayern und dem Rheinländer bald ein Ende findet. Vielleicht wird es so kommen und vielleicht ist es das Beste für alle Beteiligten. Doch das Problem, dass Lukas Podolski dem Konkurrenzdruck einer stark besetzten Mannschaft aus dem Weg gegangen ist und es nicht geschafft hat, diesen Kampf vor allem mit sich selbst auszutragen und zu gewinnen, wird dadurch nicht gelöst. Und dann vielleicht auch bei seinem nächsten Verein ein Problem werden.





Fussballvorhersage




















[...] ich im November über Lukas Podolski geschrieben habe, sprach ich noch vonsich verdichtenden Zeichen, dass der 23-Jährige die Bayern verlassen wird. Diese Zeichen sind mittlerweile so dicht, dass man [...]
olá!!!!
Eu sou a Andreia e tenho 12 anos,e adorava ter a sorte que tu tens em conhecer o Ballack.
Gosto muito de ti es o segundo melhor jogador do mundo!!!!!!!!