Energie Cottbus: Bahnübergang

geschrieben von Erich Bollermann | in Allgemeines | am 04. 11. 2009

Es gibt Momente im Leben, da wird man plötzlich vom D-Zug überrollt. Später muss man sich dann eingestehen, dass der Lokführer vorher zur Warnung durchaus ein paar Mal die Pfeife durchgerissen hatte. Aber irgendwie wollte man einfach nicht hinhören.

Wenn man wie Energie nach elf Spieltagen mickrige zwölf Punkte auf dem Konto hat und noch dazu der halbe Kader am Stock geht, sollten in der Lausitz so langsam die Alarmglocken läuten. Da kann meine Waltraud noch so oft sagen, dass ich keine Panik machen soll. In Bielefeld sah’s jedenfalls zeitweise so aus, als würde die gesamte Truppe auf dem Bahnübergang ein Picknick veranstalten.

Vor nicht mal fünf Jahren konnte sich der FCE nur mit Ach und Krach vor dem Absturz in die dritte Liga retten. Aktuell beträgt der Abstand auf die Abstiegsplätze gerade mal drei Zähler. Damit verwandelt sich die nächste Partie gegen 1860 München schon in ein echtes Kellerduell. Wer dieses Spiel verliert, kommt den Bummelzügen der zweiten Liga gefährlich nahe. Also schleunigst runter von den Schienen, Energie!

Euer Erich Bollermann