Energie Cottbus: Sinnlos

geschrieben von Erich Bollermann | in Allgemeines | am 17. 03. 2010

Bei den Jagdszenen im Berliner Olympiastadion letztes Wochenende konnte einem Angst und Bange werden. Nur zwei Wochen vorher gab’s schon in Rostock gewalttätige Ausschreitungen.

Deshalb hat meine Waltraud inzwischen ernsthafte Bedenken, dass ich beim nächsten Cottbuser Heimspiel gegen St. Pauli auch eins auf die Mütze kriegen könnte. „Wer weiß wo die Chaoten als nächstes zuschlagen!“, sorgt sich meine Kleene.

Hierzu muss man verstehen, dass Fußballfans ein bisschen wie Ehefrauen veranlagt sind. Beide verbindet eine abgöttische Zuneigung zu ihren Lieblingen, die nur schwer erschüttert werden kann. Da werden sogar Sachen entschuldigt, die eigentlich unverzeihlich sind. Doch falls Fan und Frau über lange Zeit am laufenden Band enttäuscht werden, läuft das Fass irgendwann über. Und dann bleiben gewaltsame Kurzschlussreaktionen in Einzelfällen leider nicht aus.

Wer mehr liebt, muss zwar mehr leiden. Das Doofe an der ganzen Geschichte ist nur, dass Fußballer selbst dann keinen Deut besser kicken, wenn ihre Fans irgendwas kaputt hauen. Für Frustabbau hat uns der liebe Gott doch die Kneipe erschaffen! Am Tresen sieht auch die schlimmste Pleitenserie gleich ganz anders aus.

Euer Erich Bollermann