Energie Cottbus: Zurückschalten

geschrieben von Erich Bollermann | in Allgemeines | am 15. 12. 2008

Es ist schon erstaunlich, was der FC Energie so zustande bekommt. Da zankt sich die Truppe wochenlang wegen irgendwelchem Blödsinn und überwintert trotzdem zumindest auf dem Relegationsplatz. Wo landen wir wohl erst, wenn endlich mal Harmonie einkehrt?

„Müssen die bulgarischen Störenfriede denn nun verkauft werden?“ will meine Frau wissen. Vielleicht sollten alle Beteiligten in dieser Angelegenheit einfach mal zwei Gänge zurückschalten und sich an die Anfangszeit von Timo Rost erinnern. In seinen ersten drei Jahren bei Energie hat mich unser Kapitän mit seinen Aussagen öfter auf die Palme gebracht als Waltraud und meine Tochter zusammen. Mal war ihm der Rasen zu grün, der Ball zu rund oder das Tor zu eckig. Doch irgendwann spielte der Timo dann plötzlich so, als hätte er den Energie-Fußball mit der Muttermilch aufgesogen.

Die meisten Spieler müssen Energie Cottbus nämlich erst lernen. Und wer sich dabei voll reinhaut, der gehört auch weiter zu uns – selbst wenn er zwischendurch öffentlich groben Unfug erzählt. Zeitungsinterviews von Fußballern sind doch eh wie Briefe vom Finanzamt: entweder unverständlich oder unerfreulich. Lassen wir deshalb die Kirche im Dorf und feiern erstmal gemeinsam Weihnachten. Zum Start der Rückrunde ist dann aber bitte Ruhe im Karton!

Euer Erich Bollermann