Fallen um wieder aufzustehen
geschrieben von Felix | in Borussia Dortmund, FC Bayern München, Fussball, Medien, Skandale, Vereine | am 21. 04. 2008
Es scheint als gäbe es nach dem spannenden DFB-Pokalfinale am Samstag keine Verlierer. Der FC Bayern München hat die Erwartungen erfüllt und den ersten Titel in dieser Saison eingefahren.
Und Borussia Dortmund? Wenn man sich so durch die Medien liest, könnte man meinen, der BVB hätte großes geleistet. Vom Pokalsieger der Herzen, der aufgestanden ist, anstatt liegen zu bleiben (Rauball: Verlierer bleiben liegen – wir sind aufgestanden!) ist vielerorts zu lesen. Und auch die Partyfotos nach dem Spiel lassen nicht erahnen, dass der Titel an eine andere Mannschaft ging.
Im 2DF wurde in der Vorberichterstattung behauptet, dass die Favoritenrolle noch nie so klar gewesen wäre, nichtmals in der Saison 2003/2004, als sich Werder Bremen und Alemannia Aachen im Finale gegenüberstanden. Schließlich hätte Borussia Dortmund ja vor einer Woche 0:5 in München verloren.
In der zweiten Halbzeit sprach Marcel Reif ähhh Béla Réthy sogar von einer sich andeutenden Trendwende für Borussia Dortmund für die restliche Saison.
Borussia Dortmund hat sich etwas glücklich in die Verlängerung retten können. Zuvor vergaben die Bayern einige Großchancen und hatten nach dem 2:1 Führungstreffer nichts mehr zu befürchten. Der Sieg von Bayern war zwar knapp, doch unter dem Strich sehr verdient.
Es klingt absurd, aber hätte der BVB nur mit einem oder zwei Toren Differenz in der Bundesliga gegen den FCB verloren, dann würde Herr Rauball jetzt nicht von einer “deutlichen Verbesserung der generellen Großwetterlage” sprechen und der Begriff des Pokalsiegers der Herzen käme wohl niemandem mehr so leicht über die Lippen.
Merke: Hoch verlieren und danach nur knapp, aber verdient verlieren ist besser als zwei mal knapp zu verlieren.
Schon verrückt, oder?





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Man kann natürlich auch sagen, dass der BVB die ganze zweite Hälfte die aktivere Mannschaft war und den Ausgleichstreffer mehr als verdient hatte. Und die Bayern sich vor dem 2:1 (war es Glück oder Können von Toni?) bei Olli Kahn bedanken mussten, dass es nicht 2:1 für den BVB durch Kringe stand.
Man könnte allerdings auch sagen, dass in der ersten Halbzeit Bayern schon hätte höher in Front liegen können.
In der Zweiten Halbzeit war der BVB zwar die aktiviere Mannschaft, aber große Torchancen blieben trotzallem aus.
Na ja, es gab schon einige BVB-Chancen, gerade durch Kringe. Der Kicker notierte insgesamt 6 BVB- und 9 Bayern-Chancen. Angesichts der individuellen Klasse der Bayern-Spieler m.E. kein allzu großer Unterschied.