Favre muss gehen
geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 30. 09. 2009
Letzte Woche musste Marcel Koller seinen Trainerstuhl in Bochum räumen, am Montag war es dann Trainerkollege Favre, der in Berlin entlassen wurde. Nach der 1:5 Niederlage war selbst die letzte Zuversicht bei den Hertha-Verantwortlichen erloschen, dass die Wende mit dem Schweizer noch geschafft werden könnte. Gerade einmal drei Punkte aus den ersten sieben Saisonspielen, das war zu wenig beim Hauptstadtverein. Kurios, wenn man bedenkt, dass die Berliner in der letzten Spielzeit sogar lange auf dem ersten Tabellenplatz standen, am Ende führte Favre die Mannschaft auf den vierten Platz, womit die Spieler der Herthaner sich diese Saison international in der Europa-League beweisen dürfen – mehr schlecht als recht, denn im ersten Spiel hat man sich dort alles andere als mit Ruhm bekleckert.
Laut Manager Preetz hat man mit der Entlassung von Favre die richtige Entscheidung getroffen, die “notwendig war”. Vorerst übernimmt Karsten Heine die Mannschaft, dessen Aufgabe es ansonsten ist, die U23-Mannschaft zu coachen. Aber immerhin waren sechs Niederlagen in Folge notwendig, damit die Berliner Verantwortlichen sich zum Schritt gezwungen sahen, ihren Trainer zu feuern. Da gab es wirklich schon nichtigere Gründe, einen Trainer zu entlassen. Der Grund, warum sich Favre so lange im Amt halten konnte, lag wohl an der finanziellen Situation. Dass es zu diesem Absturz kam, liegt mit Sicherheit auch an der Zusammenstellung der Mannschaft. Stars wie Voronin oder Pantelic haben oder mussten den Verein verlassen, deren Nachfolger konnten bislang noch nicht wirklich überzeugen. Und an dieser Zusammenstellung des Kaders für die aktuelle Saison war natürlich vor allem auch Trainer Favre beteiligt. Nun wird man sehen, wie ein anderer Trainer mit diesen Spielern zurechtkommen wird – viel Geld für Neuzugänge im Winter ist nicht vorhanden.





Pleitegeiger



















