Fußball-WM in Südafrika ohne Frings
geschrieben von Linksaußen | in Allgemeines | am 22. 01. 2010
Am späten Mittwochnachmittag kam die Meldung, die keinen mehr wirklich überraschte. Der Bremer Nationalspieler Torsten Frings wird nicht dem WM-Kader 2010 für die Weltmeisterschaft in diesem Sommer in Südafrika angehören. Viele hatten damit gerechnet, zuletzt hatte selbst Torsten Frings nicht mehr mit einer Teilnahme gerechnet. Noch im Trainingslager in Dubai hatte Frings seine Zweifel öffentlich bekundet. Nun war die Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Bestätigung dieser Selbst-Einschätzung.
Zwar hätte Frings mit 32 Jahren und der Routine von zwei Weltmeisterschaften sowie vielen internationalen Spielen mit Bremen der Mannschaft sicherlich helfen können. Auch die Fitness, die zuletzt wieder vorhanden war, war nicht der ausschlaggebende Grund für diese Absage. Bundestrainer Joggi Löw setzt eindeutig auf junge Mittelfeldspieler mit Perspektive. Dazu zählen Spieler wie der Stuttgarter Hitzlsperger oder der Leverkusener Rolfes, die beide für einen modernen offensiven Fußball stehen. Frings passt offensichtlich nicht mehr in dieses Konzept. Damit ist die Laufbahn des Bremers in der deutschen Nationalmannschaft wohl beendet.
Diese Nichtberücksichtigung hatte sich bereits im Herbst 2008 abgezeichnet, als Frings nach der EM nicht mehr für weitere Spiele berücksichtigt wurde. Vorausgegangen waren eine mittelmäßige Vorstellung bei der EM sowie verschiedene Verletzungen, die dazu führten, dass Frings einige Zeit brauchte, um auch bei Bremen wieder ein Stammspieler zu werden. Frings Freund, Kapitän Ballack, setzte sich damals öffentlich für Frings ein, was lediglich zu einer Berücksichtigung für das Testspiel gegen Norwegen führte. Damals war schon klar, dass Frings nicht wirklich in das offensive Konzept von Joggi Löw passte. Gleichwohl hatte Löw die Tür noch nicht vollends geschlossen, die aber jetzt wohl fest verschlossen ist.





Fussballvorhersage




















Die Entscheidung des Bundestrainers kommt nicht wirklich überraschend, da Frings m.E. bereits über seinen sportlichen Zenit hinaus ist.