Frei wechselt nach Basel

geschrieben von Benjamin Weissinger | in Borussia Dortmund, Fussball, Spieler, Transfermarkt, Vereine | am 15. 07. 2009

Alles begann mit einem Gerücht im Schweizer Blick, auf das man im allgemeinen nicht viel geben muss. Doch erst einmal aufmerksam geworden, fragten auch seriöse Fachblätter wie der Kicker nach, und erhielten die überraschende Bestätigung: Der FC Basel will Alex Frei zurück in die Schweiz locken. Und der BVB signalierte in Person von Michael Zorc Gesprächsbereitschaft. Ein paar Tage später die Gewissheit: Er geht.

Ok, der BVB ist so klamm, dass er schon Spieler wie Young-Pyo Lee oder Giovanni Federico verschenken muss, um wenigstens deren Gehälter zu sparen. Und klar, wenn die Kassen leer sind (und durch Rechnungsfehler noch leerer werden), fällt es nicht leicht, Leistungsträger zu halten – oder? Nunja: Im Fall von Alex Frei, dem Stürmer mit der eingebauten Torgarantie, muss man konstatieren, dass der BVB sein Menschenmöglichstes getan hat, um die ohnehin schwierige Ausgangslage noch zu verschlechtern.

Während einem Nelson Valdez, der in seinen drei Jahren beim BVB nicht einmal soviele Tore hinbekam wie Frei in der letzten Saison, eine Vertragsverlängerung auf dem Silbertablett serviert wurde, ließ man den Schweizer wissen, dass man bei ihm noch warten wolle. Klar, der frisch gebackene 30-Jährige (Glückwunsch!) ist kein Perspektivspieler mehr, aber auch noch kein Oldie. Dass das Verhältnis zwischen Jürgen Klopp und Alex Frei nicht das wärmste ist, ist allgemein bekannt. Immerhin realisierte Klopp während der letzten Saison, dass ein halbfitter Frei immer noch mehr Torgefahr mitbringt als seine Handaufzucht Mohamed Zidan, und so konnte Frei dem BVB trotz Verletzungspech, zwischenzeitlichem Formtief und angeblicher, fehlender Systemkompatibilität nicht weniger als zwölf Bundesligatore schenken.

Doch die sportliche, aber auf die Geschäftsführung waren willig, Frei kurz vor Saisonbeginn abzutreten. Für eine Summe von gut 4 Millionen Euro. Die ist auch deshalb so niedrig, weil Interessenten wie der FC Basel genau wissen, dass man in Dortmund dem Rekordtorschützen der Schweizer Nationalmannschaft nicht die Wertschätzung entgegenbringt, die er eigentlich verdient hätte. So geht nach dem Abschied von Mladen Petric vor genau einem Jahr der letzte Stürmer von internationalem Format. Ich als BVB-Symphatisant kann nur sagen: Ich werd Dich vermissen, Alex.