Heimaturlaub tut gut
geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 08. 11. 2009
Der VfL Wolfsburg steht nach dem 2:1-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim auf Platz fünf der Bundesliga-Tabelle und gehört somit wieder zur Spitzengruppe des deutschen Fußballs. Das Besondere an diesem Sieg: Das entscheidende Tor zum Siegtreffer schoss Grafite. Der brasilianische Stürmer, in der vergangenen Meisterschafts-Saison der Stürmer der Bundesliga schlechthin, wurde zum Sorgenkind unter dem neuen Trainer Armin Veh. Der Trainer reagierte mit ungewöhnlichen Methoden auf das Formtief seines Torschützenkönigs – er buchte für ihn und seine Familie Plätze in der nächsten Maschine nach Brasilien und schickte den Torjäger zu einem einwöchigen Urlaub in der Heimat; er solle den Kopf wieder freibekommen, meinte Veh. Ähnliches machte Armin Veh auch zu seiner Zeit in Stuttgart, als er die beiden Mexikaner Osorio und Pardo für einige Tage einen Aufenthalt in deren Heimat gönnte.
In der 57. Spielminute dankte Grafite dann seinem Trainer für das Vertrauen, der ihn von Anfang an spielen ließ – es war sein dritter Treffer in der aktuellen Spielzeit. Für die Wolfsburger war dieses Spiel das siebte in Folge, welches nicht verloren ging. Nach dem Spiele wollte Grafite natürlich sofort seine Frau und seine Kinder anrufen, denn – so war sich der erleichterte Brasilianer sicher – diese seien sehr glücklich. Doch nicht nur an seine Familie dachte Grafite, sondern er bedankte sich auch bei seinem Coach. Diese Danksagung war angebracht, schließlich hatte Veh eigentlich keinen Grund, die Mannschaft zu verändern, welche unter der Woche souverän mit 3:0 gegen Besiktas Istanbul gewonnen hatte. Natürlich war auch Veh selbst heilfroh, denn seine Entscheidung hatte geholfen – Grafite “war viel frischer als vorher; er macht sich einfach zu viel Druck, er will zur Nationalmannschaft”, sagte der zufriedene Coach.





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