Hilft der Transfercoup dem FC Bayern aus der Krise?

geschrieben von Linksaußen | in FC Bayern München, Trainer, Transfermarkt | am 29. 08. 2009

Mit der Verpflichtung des niederländischen Superstars Arjen Robben, der bei Real Madrid keinen Platz mehr hatte, nachdem die Weltstars Kaka und C. Ronaldo das Trikot der Spanier tragen, hat der FC Bayern München einen echten Transfercoup gelandet. Somit wurde man also doch noch einmal tätig auf dem Transfermarkt – und reagierte damit eventuell sogar auf das Drängen der Fans, die (zumindest teilweise) in einem öffentlichen Brief ihrem Ärger Luft machten. Keine Frage, mit Robben gehört die Offensive des FC Bayern wohl wieder zur besten der Bundesliga und auch international gesehen liegt die Münchner Abteilung für Kreativität und Torgefahr ziemlich weit vorne. Allerdings kann man diesen Transfer auch etwas kritisch sehen, denn die deutlich offenbarten Schwächen in der Defensive in den ersten Spieltagen wird auch ein Arjen Robben nicht beheben können. Die Probleme in der Defensive sprachen die Fans in dem erwähnten Brief an die Vereinsführung übrigens auch an. Man fragte sich, warum Rensing noch immer im Tor steht und warum kein Rechtsverteidiger geholt wurde.

Heute wird sich im Spiel gegen den VfL Wolfsburg zeigen, wie Trainer van Gaal mit Robben plant und in welchem System. Mit Ribéry und Robben ist es am wahrscheinlichsten, dass es doch keine Raute geben wird, sondern ein 4-2-2-2 oder ein 4-3-3. Beides hat seine Vorteile und Nachteile. Bei einem 4-2-2-2 wäre für Schweinsteiger wohl kein Platz mehr, von dem halte der Trainer jedoch sehr viel, hatte Rummenigge erst vor kurzem betont. Die Offensive ist auch bei einem 4-3-3 mit Robben und Ribery als Außenstürmer brandgefährlich und Gomez wäre als Mittelstürmer wohl gesetzt. In diesem Fall hätte man jedoch mit Klose, Olic und Toni gleich drei prominente Stürmer auf der Bank – und mit Müller könnte schon wieder ein hoffnungsvolles Talent ins Abseits geraten.