Hoeneß kandidiert als Ligapräsident
geschrieben von Linksaußen | in Vereine | am 17. 07. 2010
Am 18. August wird bei der Vollversammlung aller 36 Vereine, die in der 1. und 2. Bundesliga spielen, der Ligaverbandschef gewählt. Der jetzige Amtsinhaber Reinhard Rauball – Präsident von Borussia Dortmund – wird wieder zur Wahl antreten. Sein Konkurrent um den Posten des Ligapräsidenten wird kein geringerer sein als Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern München. Dieser hat bereits schriftlich bei der Deutschen Fußball Liga seine Kandidatur für dieses Amt eingereicht. Rauball wurde von Hoeneß persönlich informiert, dass er ebenfalls für diesen Posten antreten wird. Der Jurist Rauball, der seit August 2007 der Liga vorsteht, meinte allerdings gegenüber der “Welt am Sonntag”, er sei von der Kandidatur von Hoeneß nicht überrascht gewesen. Ein Anlass für ihn, deshalb auf die Wiederwahl nun zu verzichten, sei dies aber selbstverständlich nicht: “Meine Entscheidung zu kandidieren, bleibt davon unberührt.”
Rauball meine weiter, er sei von “vielen Klubs gebeten worden”, die Arbeit der letzten drei Jahre fortzuführen. Er wies darauf hin, dass man “gemeinsam mit den Vereinen sowie den Vertretern im Ligavorstand und auch im DFL-Aufsichtsrat eine Menge erreicht” habe. Daher stehe er jetzt selbstverständlich auch zu seinem Wort, des Weiteren müssten bereits begonnene Projekte fortgesetzt werden.
Rauball gegen Hoeneß – eine Wahl, die bereits im Vorfeld viel Spannung verspricht. Die Frage ist nun, wer die Vereine mehr von sich überzeugen kann. In den Medien wird spekuliert, dass Hoeneß zusammen mit den großen Klubs in Deutschland den Rückstand zu anderen europäischen Ligen – beispielsweise der Premier League – aufholen möchte. Rauball war dafür in den letzten drei Jahren sehr erfolgreich, so hat die Bundesliga unter anderem in ganz Europa den höchsten Zuschauerschnitt.





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