Hoeneß zieht sich zurück

geschrieben von Linksaußen | in Vereine | am 19. 07. 2010

Vor Kurzem kam wieder die Frage um den zukünftigen Ligaverbands-Chef auf und der Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte sich mit großen Worten in dieses Duell gestürzt. Er wollte diesen Posten einnehmen und den momentanen Liga-Präsidenten Dr. Reinhard Rauball von seinem Thron stoßen. Doch trotz seiner großen Ankündigung meldete er sich nun erneut zu Wort und verkündete, dass er nicht für den Posten kandidieren wird. Diesen Umstand teilte er sogar persönlich dem Liga-Präsidenten am Telefon mit. Die Entscheidung ist ihm durchaus schwer gefallen, doch nach einem intensiven Gespräch mit seiner Familie stand der Entschluss des 58-Jährigen fest.

Der Vorsitzende von Borussia Dortmund nahm diesen ehrenvollen Rückzug respektvoll entgegen. Am vergangenen Wochenende hatte Uli Hoeneß noch sehr vorlaut geklungen und hat auf der Liga-Vollversammlung große Worte geschwungen. Unter anderem war auch seine Behauptung, dass es mit ihm allen besser gehen wird, sehr grenzwertig und eine Beleidigung von Rauball wäre durchaus akzeptabel gewesen. Doch dieser nimmt die Ereignisse hin und äußert sich nur knapp und sachlich über seinen zurückgezogenen Konkurrenten.

Viele Anhänger von Hoeneß scheinen betrübt und sind nicht sehr erfreut über seinen Rückzug. Auch Experten berichten, dass er durchaus gute Chancen auf einen Sieg gehabt hätte. Doch die Argumente, welche gegen seine Kandidatur sprechen, waren für ihn wohl doch gewichtiger. Zum einen trug der Konflikt mit seiner Familie zu seinem Rückzug bei, denn diese wollte aus diversen Gründen nicht, dass Uli Hoeneß den Posten als DFL-Präsidenten antritt. Weiterhin befürchten viele, dass der Mann zu viel von seinem FC Bayer-Wissen an die Allgemeinheit weitergeben würde. Weiterhin sagte Hoeneß dass er durch diese Position seine sozialen und gesellschaftlichen Ambitionen zurückschrauben müsste und dies will er nicht.