Keine technischen Hilfsmittel im Fußball

geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 07. 03. 2010

Immer mehr Trainer fordern die Einführung einer Torkamera oder eines Chips im Ball, damit Fehlentscheidungen der Schiedsrichter nicht mehr allzu häufig vorkommen. Zuletzt sorgte vor allem das eigentlich irreguläre Tor der französischen Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Irland für heftige Forderungen nach technischen Hilfsmitteln. Über diese Forderungen dachte man zumindest einmal nach, denn der Weltverband FIFA setzte sich mit dem für die Regeln zuständigen International Football Association Board (IFAB) zusammen. Was dabei allerdings am Ende herauskam, dürfte so manchen Trainer verärgern: Man will “der Technik die Tür endgültig verschließen. Die Frage war, sollen wir Technik im Fußball zulassen und die Antwort war ganz klar: Nein.” (Jérome Valcke, FIFA-Generalsekretär, auf einer Pressekonferenz in Zürich).

Sowohl ein Chip sowie eine Torkamera wurden von zwei Firmen vorgestellt, doch keine der beiden Möglichkeiten konnte den IFAB überzeugen; mit einer klaren Mehrheit wurde beides abgelehnt. Denn es seien alle der Meinung, dass man die Technologie aus dem Spiel heraushalten müsse, berichtet Valcke. Mehr noch: “Das Einzigartige sind die Menschen”. Jonathan Ford vom Waliser Fußball-Verband hat zu diesem Thema folgende Meinung: “Strittige Entscheidungen sind doch gerade das Schöne an diesem Sport”. Damit hat er nicht ganz unrecht. Denn – seien wir ehrlich – würde uns im Fußball doch etwas fehlen, wenn man sich nicht mehr mit den anderen Fans über eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters aufregen kann; auch solche Situationen gehören zum Fußball. Doch ganz untätig bleibt man bei der IFAB dann am Ende vielleicht doch nicht, denn im Mai wird entschieden, ob in Zukunft Torrichter eingesetzt werden sollen.