Ljuboja ist der nächste
geschrieben von Felix | in Fussball, Hamburger SV, Spieler, Trainer | am 14. 02. 2007
Der HSV sorgte in letzter Zeit wahrlich nicht für positive Schlagzeilen. Nachdem Atouba unter Doll mehrmals in die Schlazeilen geriet, verpasst Huub Stevens nun Daniel Ljuboja einen Denkzettel. Der ausgeliehene Stuttgarter erschien nach einer Adduktorenverletzung nicht zum Rehatermin und wird deswegen bis Montag die Amateure unterstützen.
Stevens hat in meinen Augen den Beruf verfehlt und sollte mit seinem ausgeprägten Sinn für Zucht und Ordnung vielleicht lieber Aufseher eines Bootcamps werden. Als Herthaner blicke ich auf eine Katastrophale Stevens-Saison zurück, in der mehr Disziplinarstrafen verhängt als Punkte eingefahren wurden.
Man kann zu Stevens stehen wie man will, aber freiwillig auf den erfolgreichsten Torschützen des Vereins bei einem wichtigen Spiel zu verzichten halte ich zumindest für diskussionswürdig.
Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage nach Ljubojas Auffassung zum Beruf. Gibt es eigentlich noch Spieler, die wirklich mit Leidenschaft dabei sind? Doktor Fußball sagt ja!





Breitnigge




















Eto’o als Fußballer aus Leidenschaft zu betrachten halte ich aber für etwas fragwürdig.
Die Gründe sind nämlich andere
Nils: Die Satire hat ihre eigenen Gesetze!
Man kann zu Stevens stehen wie man will, aber wenn ein Spieler diverse Termine (Reha, Training) “versäumt”, dann muss das auch mal Konsequenzen haben. Egotrips sind in der Situation, in der sich der HSV befindet, nicht wirklich angesagt.
Stevens macht doch im Grunde nur etwas sehr normales für einen neuen Trainer bei einem kriselnden Verein.: Er schmeißt einen Spiele raus, um ein Exempel zu statuieren, damit jeder im Verein merkt, wer der Boss ist und dass alle zusammenhalten müssen. Und mit Ljuboha trifft es ja nun wirklich kein Unschuldslamm…
Ein ernstes Gespräch und ein paar Euro in die Mannschaftskasse hätten es genauso getan. Also wenn ich Trainer wär, würd ich bei dieser Tabellensituation sicherlich nicht meinen mutwillig schmälern, aber mich fragt ja leider keiner…
Ich stimme Felix da voll und ganz zu !!!!! Ljuboja ist zwar nicht grad n Unschuldslamm aber ein sehr guter Spieler und aktuell der beste Torschütze beim HSV…wer soll die Dinger denn dort machen ?? Sanogo???
Nenad: Es gibt doch jetzt den Bollywood-Star Mahdavikia, der macht jetzt pro Spiel 1-2 Dinger. Oh Mann, was erzähl ich denn da für ne Scheisse… Naja dann macht sie halt der Reinhardt…ne De Jong… ne Jarolim… Der Ljuboja muss zurück…
Also bitte, Ljuboja ist schon in Stuttgart gescheitert mit seiner Berufsauffassung, da hat er auch Termine geschwänzt, unsinnig viel Geld gefordert und sich nicht für den Verein interessiert. Unbestritten ist er ein guter Fussballer, aber im Abstiegskampf bestehst du nur mit der richtigen Einstellung. Ich verstehe die Entscheidung von Stevens, wer bei der Situation, in die der HSV steckt, nicht bedingungslos mitzieht, ist raus. Und hat nicht erst auch im Winter-Trainingslager des HSV ein Spieler sich geweigert, zur Reha zu gehen? Der wurde ja auch suspendiert…wenn man da jetzt den Ljuboja anders behandelt, dann würde sich das Management des HSV auch noch lächerlich machen…das sind doch genug Gründe für eine Degradierung oder etwa nicht?
Sehe es so wie der Frittenmeister. Wer so eine “Berufsauffassung” hat und dabei noch so viel Geld verdient der hat es nicht anders gewollt.
Wenn ich einige Termine mit meinem Arbeitgeber versäume dann werde ich ganz schnell an die Luft gesetzt, bei den Fußballern heißt es dann immer Geldstrafe.
Richtig so Stevens!
Kann meinen Vorredner nur zustimmen. Ljuboja hat beim VFB bewiesen ein echter Problemprofi zu sein und da frag ich mich, weshalb man einen solchen Mann überhaupt verpflichtet.
…weil er billig war!
Das könnte der Grund gewesen gewesen sein