Local Player
geschrieben von Linksaußen | in Fussball, Vereine, VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg | am 10. 09. 2009
Wie wichtig die Jugendarbeit für den eigenen Verein sein kann, bekommt derzeit der VfL Wolfsburg zu spüren. Als die Verantwortlichen der “Wölfe” ihre eigentlich 25 Spieler für die Gruppenphase in der Champions League melden mussten, standen sie vor einem Problem. Die UEFA sieht es vor, dass vier dieser 25 Spieler sogenannte “Local Players” sind. Ein Spieler ist dann ein Local Player, wenn er in seinem aktuellen Verein ausgebildet wurde. Einen Spieler dieser Art gibt es im gesamten Kader des VfL Wolfsburg allerdings nur einmal: Sergej Karimow. Alle anderen Spieler wurden in einem anderen Verein ausgebildet. Dass deren Ausbildung nicht schlecht war, sah man letzte Saison, als der VfL Meister wurde, doch auf drei dieser Spieler muss der VfL Wolfsburg nun verzichten. Da nur ein Local Player vorhanden ist, mussten bei der Nominierung drei Plätze freigelassen werden. Somit hat der VfL Wolfsburg in der Gruppenphase der Champions League lediglich 22 Spieler zur Verfügung.
Dass man auch anders erfolgreich sein kann, zeigte zuletzt immer wieder der VfB Stuttgart, der für seine Nachwuchsarbeit bekannt ist. Stars wie Mario Gomez, Timo Hildebrand, Sami Khedira, Serdar Tasci oder auch Kevin Kuranyi wurden dort bereits geformt. Auch aktuell ist zum Beispiel mit Sebastian Rudy ein Talent im Kader, von dem Trainer Markus Babbel viel hält. Dieses Problem wird der VfB Stuttgart also nicht haben. Auch mit Local Players in den eigenen Reihen schafften die Schwaben die Qualifikation für die Champions League. Allerdings nicht über den Meistertitel wie der VfL Wolfsburg – doch Meister war man ja vor zwei Jahren bereits, auch hier sorgte die Jugend für Furore.





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