Magath im Kaufrausch

geschrieben von Linksaußen | in FC Schalke 04 | am 12. 01. 2010

Felix Magath hat auf Schalke das Sagen – nicht nur als Trainer, sondern er trifft auch die Entscheidungen darüber, welcher Spieler gehen muss und wer kommen soll. Diese Freiheit schöpft der Meistermacher des VfL Wolfsburg aus der vergangenen Saison voll aus, der seit Anfang der Saison 2009/2010 auf der Bank des FC Schalke 04 sitzt. Bereits in Wolfsburg zeichnete sich Magath durch ein geschicktes Händchen für die Transfers aus. Bestes Beispiel ist Edin Dzeko: Als Magath ihn nach Deutschland holte, war dieser ein gänzlich Unbekannter – nun jagen ihn internationale Top-Vereine, allen voran der AC Mailand. Auch den letztjährigen Torschützenkönig der Bundesliga, Grafite, hatte niemand auf der Rechnung. Nun leitet Magath also in Gelsenkirchen beim FC Schalke 04 die sportlichen Geschicke und war hier in der aktuellen Transferperiode mächtig damit beschäftigt, sein Team zu verstärken. Bereits Anfang Dezember wurde Bogdan Müller von der Spielvereinigung Neckarelz als erster Neuzugang vorgestellt, wenige Wochen später wurde bekannt, dass sich Magath die Dienste des achtmaligen norwegischen Nationalspielers Tore Reginiussen sichern konnte.

Am 02. Januar unterschrieb dann Angreifer Edu den mit Magath ausgehandelten Vertrag. Der 28-Jährige kommt aus Südkorea, war bereits für Bochum und Mainz in der Bundesliga aktiv, erzielte dabei sieben Tore. Nur einen Tag später wurde – völlig überraschend – der Wechsel von Alexander Baumjohann vom FC Bayern München bekanntgegeben. Es dauerte wiederum nur einen Tag, bis der Transfer von Nürnbergs Peer Kluge perfekt war – vorangegangen waren lange Verhandlungen von Magath mit Nürnbergs Verantwortlichen, die ihren Leistungsträger nicht ziehen lassen wollten. Auch heute schüttelte Magath zwei Asse aus dem Ärmel: Zum einen kommt im Sommer der Mainzer Kapitän Hoogland zu Schalke 04, des Weiteren wechselt der mazedonische Nationalstürmer Besart Ibraimi mit sofortiger Wirkung zu den Königsblauen. Ob alle Verpflichtungen einschlagen, wird sich zeigen – man kann es nur hoffen für Magath und den FC Schalke 04, denn in Geld schwimmen die Blau-Weißen derzeit wahrlich nicht.