Mladen Petric und der HSV

geschrieben von Linksaußen | in Hamburger SV, Spieler | am 30. 01. 2010

Das Märchen, welches in der Winterpause 2008/09 mit dem schnellsten Wechsel eines Spielers über die Bühne ging, hat nun eine weitere Episode hinzubekommen. “Ich fühle mich dank des Vereins, der Fans und des gesamten Umfelds hier in Hamburg so wohl, dass ich am liebsten gleich bis zum Ende meiner Karriere hier unterschreiben möchte”, meinte Mladen Petric, der serbische Stürmerstar des HSV, der seine Bereitschaft für eine sofortige Vertragsverlängerung erklärte. Seine einhellige Meinung, dass hier alles perfekt sei, können aber nicht wirklich alle HSV-Fans mit ihm teilen. Der Stürmer, der in der Saison 2008 der absolute Star bei Borussia Dortmund war und dort Tore wie am Fließband schoss, hat bislang ziemliche Ladehemmung. In seinen bisherigen 14 Einsätzen für den HSV schoss Petric gerade einmal 4 Tore. Nicht gerade viel für einen so in den Fußballhimmel gehobenen Spieler.

Dass er eine zeitlang verletzt war und noch immer nicht den richtigen Riecher wiedergefunden hatte, mag ihm einerseits verziehen sein. Aber andererseits sieht man bei ihm außer einigen guten Aktionen wie beim gestrigen Nordderby gegen den VFL Wolfsburg nicht gerade viel, als er nur einen Schuss an den Außenpfosten als Signal setzen konnte. Dabei hatte der HSV dank Trochowski noch riesiges Glück, als dieser in der letzten Minute noch den Ausgleich zum 1:1 schaffte. Man muss leider sagen, dass selbst gestern nicht mehr drin war. Schon beim 0:1 vergangene Woche in Dortmund gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden hatte Petric nicht nur Ladehemmungen. Er war größtenteils regelrecht abgeschrieben. Und ein Torjäger wird nun einmal eben nur an seinen Leistungen gemessen.