München, Hamburg, Stuttgart – Die Stadien der Landeshauptstädte

Spätestens zur Fußball-WM 2006 in Deutschland sind die großen Stadien in Deutschland auf Hochglanz gebracht worden. Im internationalen Vergleich schneiden wir daher nicht nur besonders gut ab, sondern werden auch immer wieder als Notlösung gehandelt, wenn das Gastgeberland einer anstehenden Meisterschaft überfordert zu sein scheint. So war es bei der WM 2010 in Südafrika und so ist es bei der anstehenden EM 2012 in Polen und der Ukraine. Eigentlich ein schönes Kompliment…

Eine Ode auf unsere Stadien

Eins der wohl berühmtesten Stadien der Welt ist die Allianz Arena in München. Seit 2005/06 tragen Bayern München und TSV 1860 München dort ihre Heimspiele aus. Ohne Frage erinnert die äußere Struktur des Stadions an ein Luftkissen oder Schlauchboot, was ihm diverse Spitznamen dieser Art eingebracht hat. Es handelt sich bei der Fassade tatsächlich um aufgeblasene Kunststoff-Kissen, die je nach Mannschaft und Anlass farbig beleuchtet werden können. So spielt Bayern München mit roter, 1860 mit blauer und alle anderen (neutralen) Begegnungen bei weißer Beleuchtung. Ein weiteres deutsches Elitestadion ist die Imtech Arena in Hamburg. Sie fasst 57.000 Zuschauer und war 2010 Schauplatz des Finales der UEFA Europa League. Den Zuschlag für dieses Großereignis mit internationaler Konkurrenz erhielt das Stadion durch die Kriterien der Zuschauerkapazität, Infrastruktur, Übernachtungsmöglichkeiten und der generellen Sicherheit. Allgemein gilt Hamburg für viele Sportereignisse als besonders beliebt, da die Stadt für jeden Etwas bietet und alles einen gewissen nüchternen Zauber hat. Eine Wohnung in Hamburg ist für Sportfans keine schlechte Investition.

Ohne Sponsoren keine Namensgeber

Eine weitere Koryphäe unter den deutschen Stadien ist die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart. Gebaut wurde es 1933 und war in den folgenden Jahrzenten nicht ein reines Fußballstadion, erst 2008 geschah dieser finale Umbau und eine entsprechende Umbenennung (von Gottlieb-Daimler-Stadion zu Mercedes-Benz-Arena). Auch hier fanden Spiele zur WM 2010 statt, die Kapazität des Stadions liegt bei knapp über 60.000. Zu guter Letzt darf natürlich das größte Stadion Deutschlands nicht fehlen: Der Signal Iduna Park – früher das Westfalenstadion. Hier trägt Borussia Dortmund seine Heimspiele aus, was schon die markant gelbe Trägerkonstruktion zu verraten scheint. 80.720 Zuschauer finden in diesem Monstrum von Stadium Platz. Eröffnet wurde es 1974 und war selbstverständlich ebenfalls Austragungsort internationaler Begegnungen, wie zur WM 2010 in Deutschland. Diese Stadien sind ohne Frage mehr als Begegnungsstätten und Bühnen der wichtigsten Fußballspiele Deutschlands, sie sind die Zeitzeugen und Geschichtenerzähler zugleich.

Bild: panthermedia.net | Michael Peitz

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