Neue Hoffnung in Bochum, Sturmprobleme in Nürnberg
geschrieben von Linksaußen | in Fussball, Spieltage, VfL Bochum | am 26. 09. 2009
Vergangene Woche musste Marcel Koller seinen Trainerposten beim VfL Bochum verlassen. Sein vorübergehender Nachfolger, Frank Heinemann, hatte dann nur wenige Tage Zeit, die Mannschaft einzustellen auf die Partie gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg, die am gestrigen Abend stattfand. Aber Heinemann schien dies ganz gut gelungen zu sein. Die Mannschaft spielte deutlich verbessert, Manager Thomas Ernst sprach davon, dass die Mannschaft “gut auf” spiele und “ein anderes Gesicht” zeige, kurz: Heinemann “trifft den Ton”. Wie lange das Bochumer Urgestein Heinemann noch die Mannschaft leiten darf, hängt davon ab, wann ein neuer Cheftrainer in Bochum gefunden ist – und dieser neue Cheftrainer, so Thomas Ernst, solle “erstmal nicht Frank Heinemann” heißen. Im Spiel gegen Nürnberg erzielte Stürmer Diego Klimowicz bereits in der siebten Spielminute das Tor des Tages beim 1:0-Erfolg. Manch einer wirkte nach dem zweiten Saisonsieg schon richtig euphorisch. Beispiel gefällig? Ex-Nationalspieler Paul Freier: “Wenn wir dieses Engagement weiter so bringen, können wir gegen jeden Gegner bestehen”. Das wird sich zeigen, beispielsweise dann, wenn die Bochumer auf einen Gegner treffen, dessen großes Manko nicht die Chancenverwertung ist.
Denn die Abteilung “Angriff” in Nürnberg hat ihren Namen eigentlich nicht verdient: nach sieben Spielen der schlechteste Sturm der Liga. Selbst gegen die bislang schlechteste Abwehr der Bundesliga, gegen die des VfL Bochum, wollte kein Treffer gelingen. Doch das Problem mit der Abwehr kennen sie in Nürnberg mittlerweile auch, denn die wackelt hier ebenfalls. Besonders nachdem Kapitän Andreas Wolf – der sowieso überraschend nach Verletzungspause spielte – nach 25 Minuten wieder verletzt ausschied.





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