Präsidentenwechsel beim FC Bayern

geschrieben von Linksaußen | in FC Bayern München | am 28. 11. 2009

Der eine war 15 Jahre im Amt, der andere sogar 30 Jahre; nun hört einer von ihnen ganz auf, der andere der beiden übernimmt dessen Amt: Bayern Münchens ehemaliger Manager Uli Hoeneß steigt nach 30 Jahren Amtszeit zum Präsidenten auf – und beerbt damit Franz Beckenbauer, der dieses Amt 15 Jahre lang inne hatte und sich nicht mehr zur Wahl stellen ließ.

Zum Abschied von Franz Beckenbauer gab es warme Worte, beispielsweise von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der Beckenbauer als “größte Persönlichkeit, die unser Klub (der FC Bayern) je hervorgebracht hat” würdigte. Allerdings bleibt Beckenbauer weiterhin ein fester Bestandteil des Vereins – als Ehrenpräsident sowie als Ehrenspielführer. Rummenigge bezeichnete zugleich eine andere Position im Verein als “Seele des FC Bayern”. Die Rede ist vom Amt des Managers, das der neue Präsident Hoeneß lange Zeit sehr erfolgreich führte. Diesen Posten übernimmt nun Sportdirektor Christian Nerlinger. Keine leichte Aufgabe; so sieht das auch Beckenbauer: Es sei eine sehr schwierige Aufgabe, in die Fußstapfen von Hoeneß zu treten; um ironisch hinzuzufügen: “Mit seinen großen Latschen”.

Im August des kommenden Jahres wird die “berühmteste und erfolgreichste Mannschaft der Welt” (Rummenigge) in München zu Gast sein im Rahmen der Saisonvorbereitung. Dieses Spiel solle, so Rummenigge, zugleich auch ein spätes Abschiedsspiel für Franz Beckenbauer sein. Denn dem Vorstandschef fiel auf, dass der “Kaiser” bei seinem Wechsel vom FC Bayern München zu Cosmos New York im Jahr 1977 “nicht gebührend und vor allem nicht FC Bayern-like” verabschiedet wurde. Dies soll im August 2010 nachgeholt werden: Im Anschluss an die Partie gegen Real Madrid werde man Beckenbauer mit einem großen Fest gebührend feiern und verabschieden.