Projekt Babbel gescheitert?

geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 06. 10. 2009

Als Markus Babbel letzten November beim VfB Stuttgart den Trainerposten (vorübergehend) übernahm, wurde im Schwabenland die Euphorie schnell wieder groß, nachdem die Mannschaft mit Armin Veh nur schwach in die Saison startete. Am Ende war der VfB Stuttgart auf Platz drei und spielt diese Saison als Belohnung dafür in der Champions League. Beim VfB war man völlig zufrieden mit der Arbeit von Babbel, dieser wurde übernommen und mit dem DFB konnte man sich auch einigen, da Babbel keinen Trainerschein besitzt. Diesen macht er derzeit – und ist gleichzeitig Trainer beim VfB Stuttgart. Nun, fast ein Jahr nach der Entlassung von Armin Veh, sieht es in Stuttgart wieder ähnlich duster aus – nur acht Punkte aus acht Spielen, für die Anspruche der Schwaben deutlich zu wenig.

Nach dem 3:0-Sieg in Frankfurt keimte Hoffnung auf, man hätte die Wende geschafft, doch davon kann nach der 0:2-Heimniederlage im 1.500. Bundesligaspiel des VfB keine Rede sein. Was ist mit den Spielern passiert, die noch am Ende der letzten Saison für Furore sorgten? Ist der Abgang von Stürmerstar Mario Gomez, der derzeit in München nur auf der Bank sitzt, so schwer zu verkraften? Oder ist es die Rotation, die Markus Babbel immer mehr zum Verhängnis wird, die ihm im schlimmsten Fall sogar eventuell bald den Job kosten könnte? Die Rotation wurde zuerst für beendet erklärt, dann wechselte Babbel doch weiterhin kräftig durch; was ebenfalls Fragen aufwarf. Glaubt der Trainer nun eigentlich an die Qualität von Pogrebnyak, den er vor einigen Wochen noch in den Himmel lobte; warum darf sich Elson nicht einmal von Beginn an beweisen; warum holt man einen Kuzmanovic für acht Millionen, der dann nur auf der Bank sitzt oder warum wird mit zwei Flügelspielern gespielt, obwohl hierfür ganz klar derzeit die richtigen Spieler fehlen. Fragen über Fragen.