Rasanter Aufstieg: Jerome Boateng

geschrieben von Linksaußen | in Allgemeines, Fussball | am 05. 10. 2009

Am Freitag erhielt HSV-Verteidiger Jerome Boateng eine ganz besondere Nachricht: Bundestrainer Joachim Löw hat ihn für die nächsten Länderspiele gegen Russland am 10. Oktober sowie gegen Finnland vier Tage später berufen. Tags darauf gewann er noch mit den Hamburgern mit 4:2 gegen Tel Aviv, am folgenden Tag folgte dann das zweite Erfolgserlebnis innerhalb von nur zwei Tagen. Für Boateng geht damit “ein Traum in Erfüllung” – wie eben für jeden jungen und talentierten Spieler, der kurz davor steht, zum ersten Mal das Trikot seines Landes tragen zu dürfen.

Doch ganz so stimmt das nicht, denn es ist ja nicht das erste Mal, dass Boateng den Adler auf der Brust trägt. Im Sommer, als die U21-Nationalmannschaft Europameister wurde, war Boateng eine feste Größe in der Innenverteidigung. Aber es ist selbstverständlich etwas ganz anderes, in das Trikot der “A-Elf” zu schlüpfen. Nach Mesut Özil oder Sami Khedira berief Löw damit einen weiteren U21-Europameister zur Nationalmannschaft – die beiden anderen konnten in ihren Auftritten bereits überzeugen, mal abwarten, wie sich Boateng präsentieren wird. Aber es gibt eigentlich keine Gründe dafür, warum Boateng sich hier nicht nahtlos einreihen sollte. Wie stark er ist, zeigte er zum Beispiel letzte Woche beim Spitzenspiel Hamburger SV gegen Bayern München, das die Hamburger mit 1:0 für sich entscheiden konnten. Bei diesem besagten Spiel zeigte Boateng eine wahre Gala-Vorstellung unter den Augen von Jogi Löw. Dessen Anerkennung folgte prompt in Form einer Nominierung für die A-Nationalelf. Boatengs Vorteil ist dessen Vielseitigkeit. Er kann überall in der Verteidigung eingesetzt werden: links, rechts und in der Mitte.