Schmutzige Wäsche
geschrieben von Benjamin Weissinger | in FC Bayern München, Fussball, Trainer, Vereine | am 30. 04. 2009
Eigentlich hatten Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge ja angekündigt, weder sie noch Jürgen Klinsmann hätten vor, nach der vorzeitigen Trennung “schmutzige Wäsche” zu waschen. Die beiden Bayernbosse wären aber nicht sie selbst, wenn sie nicht doch ein wenig nachgetreten hätten. Und das nicht mal besonders subtil. Hoeneß’ Seitenhieb, als nächtes einen “Fußballlehrer” verpflichten zu wollen, wurde von Kalle für alle, die den Wink mit dem Zaunpfahl noch nicht verstanden hatten, mit den Worten “Den Begriff hat Uli nicht umsonst in den Mund genommen” bekräftigt. Rummenigges Äußerung, Grundvoraussetzung für den freien Job sei es die deutschen Sprache zu beherrschen, dürfte eine Anspielung auf die ebenfalls gefeuerten Co-Trainer Martin Vasques und Nick Theslof sein. Und das Zitat “wir lechzen nicht danach, uns weiter um die Mannschaft kümmern zu müssen” darf man fast schon als Ohrfeige verstehen. Gleichzeitig bestätigt wird, dass Klinsmann schon lange vor seinem Rauswurf jede Autorität eingebüßt hatte. Aber auch ein klassisches Eigentor ist dabei: Der neue Trainer müsse “einen klaren Plan haben.” Jemand, der von Klinsmanns Plan vor Beginn seiner Tätigkeit bei den Bayern so begeistert war wie Karl-Heinz Rummenigge, sollte mit solchen Formulierungen vielleicht etwas vorsichtiger sein.





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