Selbstvertrauen? Befreiungsschlag? Katastrophe beim VfB!

geschrieben von Linksaußen | in VfB Stuttgart | am 29. 11. 2009

Und wieder war es nichts mit dem ersten Schritt aus der Krise. Nach dem Sieg gegen Glasgow vergangenen Dienstag feierten die VfB-Profis – wie schon lange nicht mehr – mit ihren Fans. Doch all diese Euphorie ist genauso schnell wieder verflogen, wie sie auch gekommen ist; denn heute mussten die Schwaben gegen Bayer 04 Leverkusen, das derzeit beste Team der Bundesliga, antreten. Zunächst schien es noch so, als hätten die Stuttgarter wenigstens etwas Selbstvertrauen aus dem Champions League-Spiel mitnehmen können, denn sie kamen recht gut ins Spiel. Allerdings war dies nicht von besonders langer Dauer. Spätestens nach zehn Spielminuten kam die Offensive von Bayer Leverkusen so langsam ins Rollen. Nach 22 Minuten erzielte Stefan Kießling sein 10. Saisontor – und es sollte auch nicht sein letztes bleiben, denn was Leverkusen danach noch bot, war Fußball vom Allerfeinsten. Das Tor zum 2:0 erzielte Derdiyok nach klasse Vorarbeit von Kroos, der selbst zweimal den Pfosten traf. Die beiden letzten Tore zum 4:0 Endstand erzielte wieder der derzeit wohl beste deutsche Stürmer Stefan Kießling.

Das krasse Gegenteil dazu war der VfB Stuttgart; in allen Belangen waren die VfB-Spieler den Gegenspielern aus Leverkusen klar unterlegen. Schon in der Halbzeitpause war Manager Horst Heldt richtig sauer auf die Leistung der Mannschaft: “Wir spielen großen Mist zusammen – was einige Leute hier abliefern, habe ich in so einer Situation noch nie gesehen”. Auf die Frage, was denn der Trainer in der Halbzeitpause machen solle, entgegnete der sichtlich bediente Heldt: “Am besten alle elf auswechseln”. Dass aus dem Block der mitgereisten Stuttgarter Anhänger “Wir haben die Schnauze voll” zu hören war, kann nur zu gut nachvollzogen werden. Der VfB befindet sich nun auf Platz 17 der Tabelle und mitten im Abstiegskampf.