Torkamera – die (ungewollte) Hilfe bei kniffligen Entscheidungen
geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 28. 09. 2009
Es gibt eine Szene im Fußball, über die wird im Nachhinein noch lange diskutiert. Dieses Ereignis entscheidet manchmal über Sieg oder Niederlage, in jedem Fall sorgt sie aber für heftige Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten nach dem Spiel. Die Rede ist davon, wenn der Schiedsrichter in einem Bruchteil einer Sekunde in einer kniffligen Situation entscheiden muss, ob der Ball mit dem vollen Umfang hinter der Torlinie war – oder eben nicht. Am Samstag fand das Revier-Derby statt: Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04. Ein Spiel, auf das sich die Fans das ganze Jahr freuen und bei dem die Sicherheitsvorkehrungen im Dortmunder Stadion so hoch sind wie sonst nie, bei dem schon Stunden vor Anpfiff ein Hubschrauber über dem Stadiondach seine Kreise zieht. Im 75. Aufeinandertreffen der beiden Rivalen kam es nach 26 Minuten zu einer solchen Szene, wie anfangs beschrieben: Welttorjäger Lucas Barrios zieht aus 18 Metern ab, der Ball wird abgefälscht und knallt an die Unterkante der Latte – und springt von dort mit vollem Umfang hinter die Linie oder nicht? Schiedsrichter Wolfgang Stark ließ weiterspielen, die Fernsehbilder scheinen im Recht zu geben.
Aber solche Fernsehbilder haben eben nach momentanem (eingesetzten) technischem Stand ihre Grenzen. Das “eingesetzt” hat seinen Grund, schließlich wäre die notwendige Technik für eine kleine Torkamera längst vorhanden und es würde gar nicht mehr zu solch schwierigen Entscheidungen für das Schiedsrichtergespann kommen. Selbst der Chef der DFL sowie viele Trainer haben sich bereits stark für die Einführung der Torkamera gemacht. Das Problem dabei: das “Okay” von ganz oben fehlt noch: FIFA und UEFA sind gegen die Torkamera. Die Begründung dabei: Man wolle eine einheitliche Spielweise von den Profi-Ligen bis zu den Amateuren.





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Die Kamera ist eben keine Hilfe, nichtmal eine ungewollte, weil Stark sie ja nicht fragen durfte. Und allen achso modernen Fußballvordenkern zu Trotz bin ich weiterhin dafür, dass das so bleibt.
Über diese Szene wird noch mindestens bis zum Rückspiel gesprochen werden. Die Szene hat gute Chancen, im Gedächtnis der Schalker/Borussen zu bleiben, die eh gerne Annekdötchen zu den Derbys erzählen.
Diese Szene wäre absolut „wertlos“, könnte man von vorne herein immer davon ausgehen, dass mit Hilfe der Kameras alles richtig entschieden wird.