Verwirrung und Chaos pur beim DFB
geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 06. 03. 2010
Unglaublich was derzeit beim DFB und in der Umgebung des höchsten Verbandes der deutschen Fußballvereine los ist. Nachdem die misslungene Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw nun so langsam wieder in den Hintergrund rückt und man sich eigentlich voll auf die bevorstehende Weltmeisterschaft konzentrieren sollte – gerade da man am vergangenen Mittwoch gegen Argentinien gesehen hat, dass hier noch jede Menge Arbeit auf das Team von Löw wartet – sorgen vor allem zwei andere Personen derzeit für mächtig Verwirrung und stellen DFB-Boss Dr. Theo Zwanziger erneut in ein nicht einwandfreies Licht.
Fast täglich gibt es derzeit im sogenannten “Schiedsrichter-Sex-Skandal” eine neue Wendung. Ging man zunächst davon aus, dass FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter das (nicht einzige) Opfer sexueller Belästigung vom ehemaligen Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell war, so hat sich diese Ansicht nun zumindest etwas verändert, denn seit dem Auftritt von Amerell in der Sendung “Kerner” bei Sat.1 wird auch gegen Kempter selbst ermittelt. Hintergrund: Amerell veröffentlichte im Gespräch mit Johannes B. Kerner E-Mails, die er angeblich von Kempter erhalten habe – und die intime Details enthielten. Das Ziel, das der Ex-Schiri-Sprecher damit erreichen willst, ist klar: Er will der Öffentlichkeit zeigen, dass es sich um eine Beziehung in gegenseitigem Einverständnis handelte. Die E-Mails enthalten zudem eine Aussage, aus der hervorgeht, dass Schiedsrichter Kempter – von Beruf aus der Unparteilichkeit verpflichtet – im Jahr 2007 auf das Ausscheiden des FC Bayern München in der Champions League hoffte. Die Folge davon: Der Kontrollausschuss des DFB ermittelt im Fall Kempter. Eventuell wird auch Theo Zwanziger Schaden von diesem Skandal tragen, denn Amerell kritisierte auch ihn aufs heftigste. Es ist also ein erbitterter Kampf zwischen Amerell, Kempter und dem DFB über ein Tabu-Thema unserer Gesellschaft, bei dem es wohl nur Verlierer geben wird – und der sicherlich nicht dazu beitragen wird, dass mit Homosexualität offener umgegangen wird. Fortsetzung folgt.





Stefans Blick von der Südtribüne



















