VfB Stuttgart: Fehlstart
geschrieben von Linksaußen | in 1.FC Köln, Fussball, Spieltage, Trainer, VfB Stuttgart | am 20. 09. 2009
Der Start des VfB Stuttgart in die neue Saison verlief alles andere als zufriedenstellend. Mehr noch: Bei gerade einmal fünf Punkten aus den ersten sechs Spielen – wovon die Hälfte verloren wurde – kann man von einem Fehlstart sprechen. Gestern verlor man selbst beim bis dahin Tabellenletzten, dem 1. FC Köln, mit 0:2. Das Spiel an sich war eines der Schlechtesten, das ich je im Stadion vom A-Block aus gesehen habe. Der Tabellenletzte konnte mit einer eher durchschnittlichen, keineswegs aber überragenden Leistung, ohne größere Probleme gewinnen.
Selbst die beiden Spieler, welche in den ersten Spielen immer zu den Besseren gehörten, ließen sich gestern von der Verunsicherung der Mannschaftskameraden anstecken. Christian Träsch, die “Ein-Mann-Büffelherde” auf der rechten Verteidigerposition, in den ersten Spielen durch unbändigen Kampfgeist und sehr guten Leistungen aufgefallen, verlor vor dem 0:1 an der Grundlinie den Ball. Die darauffolgende Flanke köpfte Freis ins Tor von Lehmann. Jens Lehmann selbst war es dann, der kurz vor Schluss das 0:2 verschuldete. 40 Meter vor seinem Kasten kam er an den Ball – anstatt ihn jedoch zu klären, versuchte er, Kölns Ishiaku zu umspielen. Das ging schief und die Kölner hatten freie Bahn beim zweiten Tor. Der Ex-Stuttgarter Kapitän Zvonimir Soldo schaffte somit an alter Wirkungsstätte als Trainer der Kölner das so lang ersehnte erste Erfolgserlebnis in dieser Saison. Seinem Trainerkollegen Babbel dagegen stehen weitere schwere Wochen bevor: Zwischen der Bundesliga, der Champions League, dem DFB-Pokal und der Schulbank. In den drei erstgenannten Punkten zählen in den nächsten Spielen nur Siege; angefangen am Mittwoch gegen Lübeck.





Pleitegeiger




















Auch wenn die Schwaben schlecht in die neue Saison gestartet sind, abschreiben würde ich sie noch nicht (mögen sie auch noch so miserabel gegen den 1. FC Köln gespielt haben). Dass Babbel ein guter Trainer ist, hat er ja bereits letztes Jahr eindrucksvoll bewiesen. Dieses ganze Geschwätz über eine herannahende “Krise” kommt aus meiner Sicht viel zu früh.