VfB Stuttgart: Gut gekämpft – tiefer in der Krise
geschrieben von Linksaußen | in Fussball | am 18. 10. 2009
Sie hatten sich so viel vorgenommen für die Partie gegen den FC Schalke 04 am 9. Spieltag der Saison 2009/2010. Es sollte alles besser gemacht werden im Vergleich zur Heimniederlage gegen den SV Werder Bremen. Denn da hatte wirklich alles gefehlt – es wurde nicht gekämpft, es lief nicht viel zusammen, am Ende hieß es 0:2 und der VfB war richtig in der Krise. Dann kam die Länderspielpause und die wollte man in Stuttgart nutzen, um wieder in Form zu kommen. Babbel wollte seine Mannschaft wieder so weit bringen, dass sie bereit ist, zu kämpfen, auch mal dahin zu gehen, wo es wehtut. Und dann wurde auch noch das System umgestellt: weg von der flachen vier im Mittelfeld und zurück zur Raute. Die Spielmacherposition besetzte gestern Rückkehrer Alex Hleb, der nach Verletzungspause wieder fit war. Rechts spielte 8-Millionen-Neuzugang Zdravko Kuzmanovic, über halb links kam Sami Khedira, der als Kapitän die U21-Nationalmannschaft im Sommer noch zum Europameistertitel führte. Den defensiven Part in der Raute nahm Christian Träsch ein, der normal rechts hinten verteidigt, und lief als defensiver Mittelfeldspieler auf.
Doch am Ende brachte auch die Systemumstellung nichts, denn das Endergebnis lautete 2:1 – aber aus Sicht der Schalker. Die Stuttgarter hatten gut gespielt, gekämpft, aber am Ende war es die dritte Heimniederlage in Folge. Das 0:1 hatte Celozzi unglücklich verschuldet, zwischenzeitlich konnte Cacau verdientermaßen ausgleichen. Nur wenige Minuten später traf der Ex-Stuttgarter Kuranyi aber mitten ins Herz des VfB zum 2:1-Endstand. Kurz vor Schluss erzielte Kuzmanovic den vermeintlichen 2:2-Ausgleich, allerdings soll Schieber zuvor gefoult haben. Damit war’s wieder nichts mit dem ersten Schritt aus der Krise – im Gegenteil, die “Roten” stecken nun viel tiefer drin und am Dienstag kommt der FC Sevilla nach Stuttgart.





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