Wie man Bayern Fan wird
geschrieben von Markus | in FC Bayern München, Fussball | am 01. 10. 2006
Oft haben wir “Fussballsachverständige” uns schon gefragt, wie man nur FC Bayern München Fan werden kann. Gibt es da ein prägendes Ereignis in der Kindheit? Eine Trotzreaktion, ein Auflehnen gegen den fussballverrückten Vater? Einfach keine Ahnung von der Welt da draußen?
Beim Fussball Magazin hat Francescoli mal zusammengefasst, wie es passieren kann und wie man dann auch noch Bayern Fan bleibt.
Wenn mein alter Herr oder die Onkels und Nachbarn über die Bayern herzogen, dann spürte ich gleichzeitig eine stille Bewunderung. Komisch, dachte ich, da stimmt was nicht.
Ich versteh es trotzdem noch nicht…





Fussballvorhersage




















Dann will ich dir mal auf die Sprünge helfen: als Heranwachsender bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür, dass das Herziehen über die Bayern eigentlich nur den Neid der anderen zum Ausdruck bringt. Aus einem ähnlichen Grund gibts auch PDS-Wähler.
Ich versteh es auch nicht, noch immer nicht. Ich bin aber sehr stolz darauf, dass ich aus der Heimatstadt der drei Rummeniggebrüder komme und NIE in meinem Leben Bayern-Fan war. So.
Ich dachte immer, Bayern Fan wird man nur, wenn einem nichts anderes einfällt….
also mein vater hat immer gesagt:” wenn du bayernfan wirst, kommst du ins heim!!” ich will damit nicht sagen, dass mein vater bei meiner erziehung alles richtig gemacht hat, aber dieses kleine detail habe ich inzwischen generationsübergreifend weitergegeben.. zu recht!!
Hallo,
habe diese kleine Diskussion erst vor kurzem und durch Zufall entdeckt.
Zur Erläuterung: Bayern-Fan bin ich geworden, weil ich Ende der 1960er-Jahre sehr guten Fussball von Maier, Ohlhauser, Beckenbauer, Müller, Brenninger, später Roth, Schwarzenbeck, Breitner, Hoeneß etc. sah. Diese Bayern-Mannschaft spielten schnell (sehr schnell!), technisch sauber und leidenschaftlich – also begeisternd.
Was ich nicht verstand, war das Genörgele der Alten. Ihre Kritik erschien mir aus fußballerischer Sicht völlig unangebracht, und ich merkte, dass so etwas wie allgemeine Ablehnung gegenüber den Bayern herrschte. Nicht nur gegenüber dem Klub, sondern gegenüber unseren süddeutschen Landsleuten.
Fan geblieben bin ich, weil man als Fan sein Herz – für 90 Minuten manchmal auch seinen Verstand – verliert und nur schwer von seiner Liebe loskommt. Allerdings würde ich für mich in Anspruch nehmen wollen, sehr kritisch mit bestimmten Vorgängen im Klub umzugehen – auch öffentlich. Ich trenne im Grunde zwischen der Mannschaft (also dem, was auf dem Platz passiert) und dem Klub.
Im übrigens glaube ich: Das, was man der FCB-Klubführung vorwerfen kann (Stichwort: Kommerzialisierung des Sports), ist nicht Bayern-spezifisch, sondern entspricht (leider) den allgemeinen ntwicklungen im (Profi)Fussball. Insofern gehen m. E. Vorwürfen wie beispielsweise, dass der FCB die Bundesliga leerkaufe, ins Leere.
Gruß
Francescoli