Wolfsburg: Dank Diego kehrt trotz Klassenerhalt keine Ruhe ein
So hatte sich der brasilianische Fußballstar Diego seine Rückkehr in die Bundesliga sicherlich nicht vorgestellt: Bei seinem Wechsel von Juventus Turin zum VfL Wolfsburg setzten die Fans viele Hoffnungen in den Spielmacher, der beim SV Werder Bremen die ganze Liga faszinierte. Doch statt Meisterkampf kämpften die “Wölfe” um den Klassenerhalt und erreichten diesen – nach der Entlassung von Steve McClaren und der Rückkehr von Felix Magath – erst am letzten Spieltag mit einem 3:1-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim. Dabei war Diego allerdings gar nicht mit von der Partie, denn vor dem Spiel sorgte der Brasilianer für einen Eklat: Nachdem der 26-Jährige erfuhr, dass ihn Magath nicht für die Startelf nominierte, verließ er die Mannschaftsbesprechung fluchtartig – und weilt mittlerweile im Urlaub in der Heimat.
Die Strafe wird folgen
Wie Felix Magath nun mit seinem Spielmacher umgehen wird, ist noch nicht bekannt – der Coach mit dem Ruf als “Quälix” hält sich noch alle Optionen offen. Eine davon wäre die Strafversetzung des eigenwilligen Brasilianers in die zweite Mannschaft; dann müsste Diego in der vierten Liga gegen Teams wie Plauen oder Meuselwitz gegen den Ball treten. Allerdings ist auch eine Rückkehr von Diego in die Mannschaft von Magath noch immer denkbar. Wie auch immer sich der Trainer entscheiden wird, der Aufsichtsrat werde seine Entscheidung mittragen, versicherte er. Dass Magath an Diego ein Exempel statuieren könnte, ist durchaus denkbar – und dank Sponsor VW auch finanziell machbar. Nichtsdestotrotz wäre diese Möglichkeit sehr kostspielig, denn in diesem Fall bräuchten die “Wölfe” einen neuen Spielmacher; Spieler vom Format eines Diegos – in Topform – sind jedoch nicht übermäßig vorhanden und zudem entsprechend teuer.
Bild: VfL Wolfsburg


19. Mai 2011






