Zurück in die Normalität
geschrieben von Linksaußen | in Hannover 96 | am 19. 11. 2009
Der Tod von Nationaltorhüter Robert Enke hat die gesamte Fußballwelt geschockt – weil er mehr als ein Fußballer war; gerade für die jungen Anhänger war er ein richtiges Idol, ein Vorbild. Für die Mitspieler von Robert Enke ist es unvorstellbar schwer, nun wieder in die Normalität zurückzukehren und sich wieder dem Fußball-Alltag zu widmen, der in den vergangenen Tagen völlig unwichtig wurde. Gestern Abend machte die Nationalmannschaft den ersten Schritt. Vor dem Länderspiel gegen die Elfenbeinküste wurde ein Film gezeigt mit Ausschnitten aus dem Leben und der Karriere von Robert Enke, ein Torhüter-Trikot mit der Nummer “eins” wurde von Kapitän Michael Ballack symbolisch auf die Ersatzbank gelegt. Danach versuchten die Nationalspieler wieder ganz normalen Fußball zu spielen – nur ein Trauerflor und der zurückhaltende Jubel von Podolski nach dessen zwei Toren erinnerte beim 2:2 in der Veltins-Arena auf Schalke noch an die vergangenen Tage.
In der Schalker Veltins-Arena müssen auch Enkes ehemaligen Teamkollegen von Hannover 96 am Samstag in der Fußball-Bundesliga den harten Schritt in die Normalität wagen. Es wird mit Sicherheit keine Bundesligapartie wie jede andere – “Die Trauer zu verarbeiten, braucht noch Zeit” sagte beispielsweise Verteidiger Christian Schulz. Seit dem vergangenen Montag herrscht wieder normaler Trainingsbetrieb bei Hannover 96. Besonders schwer wird es auch für den Trainer Andreas Bergmann. Auf ihn kommt in seinem erst elften Bundesliga-Spiel als Coach seine bislang schwerste Aufgabe zu – er muss die Mannschaft einstimmen auf die Partie. Die Spieler werden mit einem speziellen Trikot auflaufen, bei dem zum Gedenken an ihren Torhüter auf der Vorderseite die Rückennummer eins zu sehen sein wird.





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