Transfer-Check

Die 18 Teams der Bundesliga im Transfer-Check: SV Darmstadt 98 (1/18)

Am 31. August um 12:00 schließt das Transferfenster in Deutschland seine Pforten. Wie jedes Jahr haben sich die Teams aus der höchsten deutschen Spielklasse wieder zahlreich verstärkt. Dem gegenüber stehen auch einige Spieler, die ihre Vereine aus der Bundesliga verlassen haben. bundesliga-blog.de nimmt die Personalplanungen der Vereine im Transfer-Check genauer unter die Lupe.

Heute im Porträt: SV Darmstadt 98

Der Aufsteiger aus der zweiten Bundesliga hat es in der vergangenen Saison geschafft, mit Spielern, die bei ihren jeweiligen Vereinen aussortiert wurden, in die Bundesliga aufzusteigen. Coach Dirk Schuster formte aus den Spielern eine Einheit, die es mit Konstanz und Zusammenhalt in die Bundesliga geschafft hat. Darmstadt setzte sich gegen Aufstiegsfavoriten wie die zahlungskräftigen Bullen aus Leipzig oder den 1. FC Kaiserslautern durch. Und das mit weitaus weniger finanziellen Mitteln als der Rest der 2. Bundesliga. Um in der Bundesliga bestehen zu können, kündigte Schuster an, bundesligaerfahrene Akteure verpflichten zu wollen, die bei ihren Vereinen keine Zukunft mehr haben. Die Transferstrategie solle also nicht geändert werden.

Zugänge:
Zu Beginn der Transferphase gestaltete sich die Suche nach Neuverpflichtungen schwierig. Doch nun vor dem Saisonstart sind die Personalplanungen zum größten Teil abgeschlossen. Sieben externe Neuzugänge hat der SVD bereits präsentiert. Vier Spieler rücken aus dem Nachwuchs in den Profikader auf. Alle Spieler haben bereits Bundesliga-Erfahrung und passen daher perfekt ins Anforderungsprofil des Vereins. Bis auf Luca Caldirola, der auf Leihbasis vom SV Werder Bremen kommt, unterzeichneten alle Spieler einen langfristigen Vertrag bei den Lilien. Mit dem Italiener, Konstantin Rausch, Junior Diaz, Mario Vrancic, Jan Rosenthal und Peter Niemeyer bekommt der Club allesamt Spieler, die in den letzen Jahren in der Bundesliga aktiv waren und einige Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse auf dem Konto haben. Nur Fabian Holland, der bereits auf Leihbasis in der letzen Saison in Darmstadt spielte, kann lediglich auf fünf Kurzeinsätze in der Bundesliga zurückblicken.
Handlungsbedarf sieht Trainer Schuster noch auf der vakanten Rechtsverteidiger-Position und der  47-Jährige ist auf der Suche nach einem weiteren Stürmer hinter Dominik Stroh-Engel.

Abgänge:
Gegenüber den vielen Neuzugängen stehen auch insgesamt acht Spieler, die den Verein verlassen haben. Spieler wie Ronny König oder Maurice Exlager verließen den Verein aufgrund der wenigen Einsatzzeiten. Mit Fröhlich und Firat erhielten zwei Jugendspieler keine Verträge für die neue Saison erhalten haben. Jedoch haben auch wichtige Säulen im Team von Dirk Schuster den Verein verlassen. Innenverteidiger Romain Bregerie, überlegte lange, entschloss sich am Ende für das finanziell lukrativere Angebot von Mitaufsteiger Ingolstadt. Auch der Abgang von Leon Balogun kam für viele überraschend. Schließlich habe der SVD ihn aus der Arbeitslosigkeit geholt, nachdem er sich bei seinen vorherigen Stationen in Bremen und Düsseldorf nicht durchsetzen konnte. Der Rechtsverteidiger schloss sich Ligakonkurrent Mainz 05 an. Hanno Behrens dagegen kündigte schon vor Saisonende der letzen Saison an, den Verein verlassen zu wollen. Er ging in die 2. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg. Ernüchternd für den Aufsteiger ist, dass es für keinen der drei Spieler eine Ablösesumme gab, da bei  allen der Vertrag auslief.
Nach den ganzen Abgängen plant Darmstadt mit allen Spielern im Kader und keiner soll den Verein mehr verlassen.

Fazit:
Nach dem Aufstieg in die Bundesliga ist Darmstadt seinem Konzept treu geblieben und hat sich zum größten Teil mit Spielern verstärkt, die bei ihren Vereinen aussortiert wurden. Trotzdem hat Dirk Schuster wichtige Spieler aus dem letzen Jahr verloren, die es nun zu ersetzen gilt.
Deswegen wird Schuster und seine sportliche Leitung bis zur Schließung der Transferphase auf der Suche nach neuen Spielern sein.

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