Transfer-Check

Die 18 Teams der Bundesliga im Transfer-Check: Hannover 96 (6/18)

Am 31. August um 12:00 schließt das Transferfenster in Deutschland seine Pforten. Wie jedes Jahr haben sich die Teams aus höchsten deutschen Spielklasse wieder zahlreich verstärkt. Dem gegenüber stehen auch zahlreiche Spieler, die ihre Vereine aus der Bundesliga verlassen haben. bundesliga-blog.de nimmt die Personalplanungen der Vereine im Transfer-Check genauer unter die Lupe.

Heute im Porträt: Hannover 96

Nach dem Trainerwechsel in der letzen Saison hat Hannover 96 sich entschieden, mit Trainer Michael Frontzeck in die neue Saison zu gehen. Der 51-Jährige hat die Niedersachsen vor dem Abstieg bewahrt und den Klassenerhalt geschafft. Danach sollte ein Umbruch her. Sportdirektor Dufner, der sein Amt zum 31.08 niederlegt, hatte viel zu tun. Einige Spieler haben den Verein verlassen. Auch neue Spieler hat der Verein präsentiert.

Zugänge:
In der letzen Saison hat Hannover kräftig zugeschlagen. Zehn neue Spieler hatte Sportdirektor Dufner damals präsentiert. In der Winterpause hatte sich der Verein dann nochmal mit zwei neuen Akteuren verstärkt. Doch sportlich gesehen war die letze Saison eher enttäuschend. Deswegen hielt Dufner wieder die Augen nach Neuverpflichtungen offen. Mit Erfolg. In dieser Transferperiode hat der Verein bisher  insgesamt Sieben Neuzugänge präsentiert. Jeder Mannschaftsbereich wurde verstärkt. Angefangen im Tor: Der Verein präsentierte bereits vor dem Ende der vergangenen Saison mit Phillip Tschauner eine neue Nummer Zwei hinter Ron-Robert Zieler. Der 29-Schlussmann kam ablösefrei vom FC St. Pauli zu den Niedersachsen. In der Abwehr hat der Verein mit Oliver Sorg einen neuen Außenverteidiger präsentiert. Der 25-Jährige kam von Bundesliga-Absteiger SC Freiburg für rund 3,5 Millionen Euro und ergatterte sich gleich einen Stammplatz. Im Mittelfeld wurde mit Felix Klaus noch ein Spieler aus Freiburg geholt. Der 22-Jährige Flügelspieler gilt als Perspektivspieler und kostete rund 3 Millionen Euro Ablöse. Der zweite Mittelfeldspieler, den der Club präsentiert hat, ist Uffe Bech. Der Däne, der aus seiner Heimat vom FC Nordsjaelland kam, ist ein Linksaußenspieler und ebenfalls wie Felix Klaus 22 Jahre alt. Beide Akteure unterschrieben einen 4-Jahres-Vertrag in Hannover. Der dritte neue Mann im Mittelfeld heißt Allan Saint-Maximin. Der 19-Jährige Flügelspieler wurde für diese Saison vom AS Monaco ausgeliehen und läuft mit der Rückennummer 14 auf. Im Sturm präsentierte der Verein zwei Neuzugänge. Aus der zweiten Liga von Fortuna Düsseldorf kam Charlison Benschop. Der 1,91 cm große Angreifer verließ seinen ehemaligen Verein durch eine Ausstiegsklausel von 1,5 Millionen Euro in Richtung Hannover. Der zweite Neue im Sturmzentrum der Niedersachsen ist Mevlüt Erdinc. Der türkische Angreifer, der auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, wechselte für 3,3 Millionen Euro von AS Saint Etienne nach Deutschland und unterschrieb einen Vertrag bis 2018.


Abgänge:
Für großes Aufsehen sorgte der Verkauf von Stürmer Joselu. Der 26-Jährige Spanier verließ den Verein für eine vereinsinterne Rekord-Ablöse von 8 Millionen plus erfolgsabhängige Nachzahlungen in Richtung England zu Stoke City. Eine beachtliche Summe für einen Reservespieler, der den Verein sowieso verlassen hätte sollen. Neben Joselu verließen auch Lars Stindl und Leonardo Bittencourt den Club und wechselten zu Konkurrenten aus der Bundesliga. Während es Stindl per Ausstiegsklausel nach Gladbach zog, wechselte Bittencourt an den Rhein zum 1. FC Köln. Neben den drei Akteuren, für die man eine Ablöse kassierte, verließen ganze sieben Spieler den Club ablösefrei. Robert Almer, Christian Pander, Didier Ya Konan, Jimmy Briand, Marius Stankevicius, Joao Pereira und Jan Schlaudraff hatten allesamt keine Zukunft im Verein und durften die Niedersachsen verlassen.
 

Fazit:
Nach der enttäuschenden Saison im letzen Jahr hat der Verein viele Spieler aussortiert und sich gleichzeitig gezielt verstärkt. Stürmer Joselu wurde für eine Rekord-Ablöse abgeben, zwei neue Stürmer sollen den Spanier ersetzen. Am schwierigsten wird es für die Hannoveraner jedoch sein, ihren Mittelfeldmotor Lars Stindl zu ersetzen. Es ist auch gut möglich, dass 96 ihren Transferüberschuss noch einsetzt und nochmal auf dem Transfermarkt zuschlägt und einen adäquaten Stindl-Nachfolger holt.

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