Transfer-Check

Die 18 Teams der Bundesliga im Transfer-Check: Eintracht Frankfurt (10/18)

Am 31. August um 12:00 schließt das Transferfenster in Deutschland seine Pforten. Wie jedes Jahr haben sich die Teams aus höchsten deutschen Spielklasse wieder zahlreich verstärkt. Dem gegenüber stehen auch zahlreiche Spieler, die ihre Vereine aus der Bundesliga verlassen haben. bundesliga-blog.de nimmt die Personalplanungen der Vereine im Transfer-Check genauer unter die Lupe.

Heute im Porträt: Eintracht Frankfurt

Die Eintracht aus Frankfurt konnte in der abgelaufenen Saison wie in der Spielzeit 13/14 einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen. Im letzen Jahr konnte man mit Trainer Thomas Schaaf einen einstelligen Tabellenplatz ergattern und beendete die Saison auf Rang Neun. Diese Platzierung strebt die Eintracht mit ihrem neuen und alten Trainer Armin Veh mit gezielten Transfers auch in diesem Jahr an.

Zugänge:
Sechs Neuzugänge hat Eintracht Frankfurt bisher präsentiert. In jedem Bereich der Mannschaft wurde mindestens ein Neuzugang präsentiert. Angefangen im Tor hat sich die Eintracht gleich doppelt verstärkt: aus der österreichischen ersten Liga von Austria Wien kam Heinz Lindner ablösefrei nach Frankfurt. Zudem verpflichtete Bruno Hübner den finnischen Nationaltorhüter Lukas  Hradecky. Der 25-Jährige wechselte für eine Ablösesumme von 2 Millionen Euro vom dänischen Erstligisten Bröndby IF in die Bundesliga. Er hat sich im Kampf um die neue Nummer Eins gegen Lindner durchgesetzt und hütet nun das Tor der Frankfurter Eintracht. In der Defensive holte der Verein Verstärkung vom Ligakonkurrenten aus Hoffenheim: Innenverteidiger David Abraham kam für 1,5 Millionen Euro. Der Innenverteidiger unterzeichnete bis 2018. Er stand in beiden Bundesliga-Spielen neben Carlos Zambrano an der Seite in der Startformation von Armin Veh. Im Mittelfeld wurde die defensive  Mittelfeldposition verstärkt und Bruno Hübner verpflichtete einen neuen Linksaußen. Aus Leverkusen kam Stefan Reinartz ablösefrei nach Frankfurt und überzeugte als neue Stammkraft im defensiven Mittelfeld. Der zweite neue Mann im Mittelfeld ist Mijat Gacinovic. Der serbische Linksaußen wurde mit Serbien in diesem Jahr U20-Weltmeister und wird als Verpflichtung für die Zukunft angesehen. Er wechselte aus seiner Heimat vom serbischen Erstligisten FK Vojvodina Novi Sad und unterzeichnete einen Vertrag bis 2019. Gacinovic war bei seinem Verein in der abgelaufenen Saison Kapitän und erzielte elf Tore in 25 Spielen. Auch in der Sturmzentrale hat die Eintracht einen neuen Mann verpflichtet: für rund 2,5 Millionen Euro plus  kam Luc Castaignos vom niederländischen Erstligisten Twente Enschede. Die Ablöse für den niederländischen Angreifer kan sich bei dementsprechenden Erfolgen noch auf bis zu 4 Millionen Euro erhöhen. Castaignos, der auch schon bei Inter Mailand unter Vertrag stand, hat einen bis 2018 gültigen Vertrag unterzeichnet.

Abgänge:
Der schwerwiegendste Abgang in Frankfurt ist sicherlich der Weggang von Stammtorwart und Leistungsträger Kevin Trapp. Der 25-Jährige Torhüter wechselte nach drei Jahren im Frankfurt für eine Ablöse von 9,5 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Nachzahlungen zum französischen Meister Paris Saint-Germain. Trapp avancierte in Paris zum Stammtorwart und kassierte in bisher drei gespielten Pflichtspielen für den amtierenden Meister keinen einzigen Gegentreffer. Neben Trapp verließen noch sechs weitere Spieler den Verein. Die Verträge von Alexander Madlung (Vereinslos), Felix Wiedwald (SV Werder Bremen), Olivier Occean (Odds BK) und Nelson Valdez (Seattle Sounders) wurden allesamt nicht verlängert. Jan Rosenthal hingegen hatte zwar noch einen gültigen Vertrag in Frankfurt, hatte jedoch keine Perspektive im Verein und ging ablösefrei nach Darmstadt. Leihspieler Lucas Piazón konnte sich nicht für eine Weiterbeschäftigung empfehlen und kehrte nach London zum FC Chelsea zurück. Zudem steht Mittelfeldspieler Takashi Inui vor einem Wechsel zum spanischen Erstligisten SD Eibar.


Fazit:
Nach der Mittelfeldplatzierung vom Vorjahr konnte das Grundgerüst des Teams gehalten werden und das Team wurde gezielt verstärkt. Vier der sechs Neuzugänge konnten Trainer Armin Veh von sich überzeugen und spielen sich in die Startformation der Eintracht. Trotzdem gilt es den Abgang von Kevin Trapp zu kompensieren und eine ähnlich gute Platzierung des Vorjahres zu erreichen.

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