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Hoffenheim startet mit Julian Nagelsmann ein spannendes Projekt

Am Samstag spielte die TSG Hoffenheim gegen Werder Bremen. Bei Bremen standen zum Beispiel der 37-jährige Claudio Pizarro oder 35-jährige Clemens Fritz auf dem Platz. Bei Hoffenheim stand mit Julian Nagelsmann erstmalig ein Trainer an der Seitenlinie, der mit seinen 28 Jahren deutlich jünger war als so mancher Akteur auf dem Platz und jünger, als jemals vor ihm ein Trainer in der Bundesliga.

Und der TSG Hoffenheim kann man zu diesem gewagten Projekt sehr gratulieren. Nagelsmann hatte in seiner Antritts-Pressekonferenz schon von den Vorteilen gesprochen, die ein junger Trainer mit sich bringen könne: Man sei näher dran an den Spielern, könne deren Sprache sprechen und verstehen und sei daher auch eher in der Lage, sie zu erreichen.

Damit steht er für eine Trainer-Position, die man von Profiteams mit Abstiegssorgen eher selten kennt: Da setzen die meisten Vereine auf das Modell Feuerwehrmann und auf altgediente Hasen, die den Spielern mit kurzer Leine und Erfahrung das Selbstbewusstsein im Abstiegskampf übertragen wollen.

Hoffenheim hatte bis zur letzten Woche genau dieses Modell, ehe Huub Stevens sich gesundheitsbedingt ein für alle Mal vom Trainerposten verabschiedete. Nun übernimmt Nagelsmann die sportliche Verantwortung und plant dabei taktisch auf dem Level der Prinzipien von Thomas Tuchel und Pep Guardiola: Überzahl in Ballnähe oder schnelles flaches Umschaltspiel sind solche Prinzipien.

Wann und wie diese in Erfolge umgemünzt werden, wird sich noch zeigen. Bei Hoffenheim behält man ja vielleicht den kühlen Kopf und hält einen Nagelsmann auch, falls der den Gang in Liga zwei doch nicht stoppen kann. Irgendwie wäre das doch mal wünschenswert.

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