Warum nur?
geschrieben von Felix | in Fussball, Hertha BSC, Vereine | am 25. 10. 2007
Es gibt Dinge, die ich nie verstehen werde. Dazu zählt auch, dass ein Dieter Hoeneß jedes Jahr aufs neue (zu) große Brötchen zu bäckt. In dieser Saison heißt es zwar man wolle im Mittelfeld landen, aber in zwei Jahren im UEFA-Cup und in drei Jahren in der CL sein. Wieso werden solche Ziele nicht intern formuliert? Lucien Favre fordert Geduld und Zeit, die ihm, obwohl er laut Saisonziel absolut im Soll ist, von den Medien nicht zugestanden wird, weil alle den 3-Jahres-Plan von Dieter Hoeneß im Hinterkopf haben. Letztendlich wird die Mannschaft in der Öffentlichkeit schon an den Zielen kommender Jahre gemessen. Das bringt nicht nur öffentlichen Druck auf den Verein, sondern beschert zusätzlich ein negatives Image.
Warum tut der Mann das bloß?





ClubFans




















Ich kann deiner These und der damit verbundenen Schuldzuweisung an Hoeneß nicht folgen.
Bei dem Etat der Hertha muss er das tun. Z. B. die Bahn als Sponsor wird sich bei einem Etat von über acht Mille pro Jahr nicht damit zufrieden geben immer nur einen Platz vor Wolfsburg zu landen. Das muss dann vor allem öffentlich auch entsprechend präsentiert werden.
Darüberhinaus liegt die Kritik weniger an den Äußerungen von Hoeneß selbst, als in der schwierigen Medienlandschaft Berlins. Da wird doch noch gemäkelt wenn die CL gewonnen wird. Daran muss man sich gewöhnen.
Zumal ich persönlich es nur richtig finde hohe Ziele auszugeben. Wozu sonst ein Hauptstadtklub?
@Welt-Hertha-Linke: Genau *das* ist das Problem der Hertha. Dieses Gerede vom Hauptstadtklub. Nur aufgrund des Status von Berlin einem Verein der Stadt eine Spitzenposition in der Liga zuzuweisen geht mMn nicht. Das ist realitätsfern.
Eben doch!
Misst man einmal das Potential des Einzugsgebiets, die Infrastruktur, die Tradition und vor allem die finanziellen Möglichkeiten, dann steht Hertha auf einer Ebene mit dem HSV, Stuttgart, Dortmund, Schalke. Zwar hinter den Bayern, aber definitiv noch vor Bremen, Leverkusen, Nürnberg, Hannover, etc… Erstere Gruppe spielt wie selbstverständlich um die CL mit (dass das nicht immer klappt, zeigt der BVB grad). Da beschwert sich keiner. Und wenn Bremen mit deutlich weniger Potential mittlerweile regelmäßig und auch recht erfolgreich im internationalen Geschäft agiert, dann muss es für die Hertha zum Selbstbild gehören auch dort vertreten zu sein.
Darum geht es beim Hauptstadtklub. Und das ist auch gut so…
Lieber Welt-Hertha-Linke:
Deiner Einteilung in Gruppen kann ich nicht so ganz folgen. Ich möchte das am Beispiel Bremen einmal verdeutlichen:
Tradition: Gegründet 1. Februar 1899, mittlerweile mehr Bundesliga-Spiele, BL-Punkte, Tore etc als die Hertha. Ganz zu schweigen vom Platz in der ewigen Tabelle und etwaigen Meisterschaften.
Potenzial: Was bedeutet Potenzial, wenn ich eine Führungsmannschaft mit dem Professionalitätsgrad einer Kindergartentanzgruppe wie in Berlin habe. Man muss das Potenzial, das verfügbar ist, auch heben können. Berlin ist nun mal Hauptstadt, Stadt großer Kultur, Stadtder Politik, der Partys, Medien etc. Fussball hingegen wird in Berlin mit der Führungsmannschaft und diesem ewigen “Hautptstadtdenken” weiterhin große Schwierigkeiten haben. Die Fussballhauptstadt in Deutschland ist nunmal München (sage ich als Bremer!). Das kann man nicht mit einem Bundestagsbeschluss ändern.
Und DAS ist auch gut so!
AKZEPTIERT ES DOCH BITTE ENDLICH, LIEBE BERLINER!!!
Ja sicher ist die Medienlandschaft in Berlin sehr schwierig. Aber genau deswegen sollte man sich als Verantwortlicher besser zwei mal überlegen, wie sinnvoll es ist, über Zeiten zu sprechen, die noch lange nicht angebrochen sind.
Anders ausgedrückt: Wenn ich ein Haus baue und vor dem ersten Spatenstich schon mit dem Möbelwagen vorfahre, dann komme ich etwas zu früh.
Der VfB Stuttgart hat sich in der vergangenen Saison richtig verhalten. Sie haben die Medien reden lassen und sich auf das wesentliche konzentriert.
Ein CL-Platz ist einfach völlig utopisch. Bayern, Schalke und Bremen spielen seit Jahren mehr oder weniger konstant mit um die Meisterschaft. Hinzu kommen Mannschaften wie der HSV, Leverkusen, BVB und der VfB, die sicherlich nicht schlechter als die Hertha sind.
Lieber AuchLars. Genau diese Verallgemeinerung stört mich und wird durch Aussagen wie “In 3 Jahren sind wir in der CL” weiter provoziert.
Lieber Felix,
zu Deinem ersten Beitrag stimme ich Dir voll zu.
Beim zweiten kläre mich bitte auf, welche Verallgemeinerung Du jetzt meinst.
Nichts wird extern entschieden. WIR werden uns dahin kämpfen und dafür braucht es Ansprüche, die formuliert werden und entsprechend der regionalen Bezüge auch begründet werden. Wir sind der Hauptstadtklub und wir wollen dem auch auf der Ebene des Fußballs gerecht werden. Das sind die Ziele. Wo ist das Problem? Wahrscheinlich darin, dass die Bremer dann auf der Strecke bleiben…
BTW: Ich finde die Ziele realistisch. Muss man ja auch mal sagen…
Lieber Welt-Hertha-Linke.
Jetzt erreichen wir aber einen Level in der Diskussion, naja. Klar, man kann es sich auch ganz doll und feste und immer wieder einreden, dass man eine gute Mannschaft ist und ganz ganz bald Meister in irgendwas wird. Aber wenn man sich Ziele setzt, die seit Jahren nicht erreicht werden, da muss man mal fragen dürfen, ob der Kapitän Hoeneß, der den Kurs ja angeblich bestimmt, seine Hausaufgaben in Navigationslehre gemacht hat… Wenn nicht, muss vielleicht, aber nur ganz vielleicht ein anderer Kapitän her. Aber vermutlich kennst Du die Hertha besser als ich. Wird schon stimmen, was Du schreibst.
Sicher ist Hoeneß nicht der cleverste, schon garnicht was seine vielen miesen Transfers angeht. Es gibt so vieles an ihm zu kritisieren, aber nicht, dass er Ziele angibt und diese auch nach außen vertritt. Das finde ich richtig. Darum geht es mir letztlich.
Dann muss er sich aber auch an dem Erreichungsgrad dieser Ziele messen lassn. Letztlich!
Ja, und dann hätte er schon längst gegangen (worden) sein müssen. Aber das steht (zumindest in dem eigentlichen Beitrag) nicht zur Debatte.
Man kann das Ganze natürlich auch sehr isoliert betrachten, nur auf die Frage: Soll ein Manager (unrealistisch) hohe Ziele formulieren, ja oder nein?
Aber es ging ja um den isolierten Aspekt der geäußerten Ansprüche. Die Ansprüche sind ja auch korrekt, realistisch und zum Klub passend. Nur der Manager halt nicht. Nur leider geht er schon seit Monaten nicht. Das ist aber nicht mein Problem und auch schon garnicht ein Problem mit “unrealistischen” Ansprüchen. Sondern ein Managmentproblem, was sich ja wohl nicht dadurch kaschieren lässt, dass er auch noch den Fehler macht die Ansprüche nicht zu formulieren. So wird dann ein Schuh draus. Hoeneß hat wirklich vieles falsch gemacht, nicht aber, die Ansprüche hoch zu halten…
Ich finde die Transfers der letzten Jahre können sich eigentlich sehen lassen.
Unrealistische Zielsetzung führt zu nichts als Spott und Hohn.
siehe Wolfsburg…
Hallo AuchLars.
Zitat:
Lieber Felix,
zu Deinem ersten Beitrag stimme ich Dir voll zu.
Beim zweiten kläre mich bitte auf, welche Verallgemeinerung Du jetzt meinst.
Zitat Ende.
Zitat:
AKZEPTIERT ES DOCH BITTE ENDLICH, LIEBE BERLINER!!!
Zitat Ende.
Nee ich akzeptiere nicht, dass immer wieder die Ansichten von Hoeneß, Welt-Hertha-Linke und ein paar anderen Träumern als die Meinung ALLER interpretiert werden.
Was ist „Tradition“ im hier und heute wert?
Und wieso ist München die „Fußballhauptstadt“? Nur weil dort der erfolgreichste deutsche Club spielt oder hat das was mit der Stadt zu tun?
Eure Kommentare beinhalten mehr Fragen als Antworten
Hihihi!
Wir fühlen uns geehrt! Die Meinungsmacht Welt-Hertha-Linke, gleichauf, in einem Redezug genannt mit Hoeneß!
Aber lass ihn doch Ziele formulieren, von denen wir träumen/oder sie realitisch halten! Wenn er sie dann nicht erreicht, muss er irgendwann gehen. Das wär doch schön, egal wie es kommt: Entweder CL oder Hoeneß raus!
Und Herr Wieland: So ist das nun mal, wenn man sich mit einem Thema auseinandersetzt. Wenn man versucht Wissen zu produzieren ist man am Ende meist dümmer als vorher.
Aber was soll’s?
Was’n das hier?
Platz 14? Oha!
Ups, ertappt!
Naja, wir sind ja nun nicht für die Außenwirkung des Vereins zuständig, sondern wollen ien Tippspiel gewinnen. Derzeit führen wir im Übrigen…
mal davon abgesehen, ist der 14. Platz diese Saison durchaus realistisch, wenn man den Arbeitsweg Favres kennt. Das braucht immer ein bisschen, bis sich seine Methoden auswirken. Dann aber geht es richtig los und die Hertha spielt bald international und dann in der Königsklasse. Nächste Saison wird die Abschlusstabelle wohl eindeutig positiver für Hertha ausfallen…
Ohne hetzen zu wollen, aber Hoeneß ist nicht der Typ der Favre die Zeit geben wird. Wenn die Hertha nur 14ter werden sollte (was ich nicht glaube), dann wäre er zum Saisonende weg. Aber Ihr könnt Euch ja jetzt endlich wieder auf die Bundesliga konzentrieren…
Ole WSV!
Die wahre Hertha-Krise: Gefährliche Entfremdung der Fans von ihrem Verein…
Es ist ja derzeit viel von Krise zu lesen, wenn es um unsere Hertha geht: Keine Führungsspieler, unerreichbare Ziele, der Umgang mit diesen Zielen, Stagnation, mentale Misere und derlei sportliche Missstände. Die Hinrunde liest sich wie ein einziges …