Was macht eigentlich Heribert Faßbender?

geschrieben von lars | in Allgemeines, Bayer Leverkusen | am 07. 03. 2007

“N’Abend, allerseits”

Dass ich die Frage im Titel noch einmal stellen oder auch nur denken würde, hätte ich nicht gedacht, aber dann müssen meine morgenmüden Augen folgendes lesen:

Der ehemalige “Mister Sportschau”, Heribert Faßbender, ist in den Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen berufen worden. [...] “Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Werner Wenning, der im Übrigen ein exzellenter Fußballkenner ist, hat mich gefragt, ob ich mir eine solche Position vorstellen könne. Ich habe ja gesagt”, sagte Faßbender dem Sport-Informationsdienst (Sid).

Lassen wir das Zitat von Mr. Sportschau erstmal wirken

…Werner Wenning…exzellenter Fußballkenner…freier Platz im Bayer-Aufsichtsrat…hmmmm….Heribert Faßbender!…

Ich wusste gar nicht, dass Faßbender Leverkusen-Fan ist. Und Faßbender bei Google eingebend, stelle ich fest, dass ich noch mehr Dinge über Heribert Faßbender nicht wusste oder schon lange nicht mehr gehört habe. Hier ein kleiner Auszug:

1. Faßbender hat im WM-Finale 1974 den schnellsten Satz vor einem Tor gesprochen.

2. Im August 1963 hat Heribert Faßbender schon neben dem Jura-Studium für den WDR vom ersten Spieltag der neu gegründeten Bundesliga berichtet.

3. Es gibt ein Buch mit dem schönen Titel: “So werde ich Heribert Faßbender”

4. Faßbender hat insgesamt für Radio und Fernsehen drei WM-Endspiele und vier EM-Endspiele kommentiert, zuletzt das WM-Endspiel 1998 in Frankreich. Das ist doch eine gute Quote. Gibt es jemanden, der mehr Endspiele kommentiert hat?

5. Für die WM 2006 war Heribert Faßbender ARD-Teamchef.

6. Faßbender hatte eine Rolle in dem “visionären” Spielfilm Das Millionenspiel von Tom Toelle und spielte…einen Reporter.

Und zum Schluss noch ein paar nette Sprüche:

Und jetzt skandieren die Fans wieder: Türkiye! Türkiye!, was so viel heißt wie Türkei! Türkei!”

Roberto Baggio, der Mozart des Fußballs – nicht nur, was sein Freistoßgenie angeht.

Das war ein ziemlich schwacher Fehlpass.

Fußball ist inzwischen Nr. 1 in Frankreich, Handball übrigens auch.

Norwegen in rot, die deutsche Mannschaft, das muss ich Ihnen nicht mehr sagen und da brauche ich auch gar nicht viel zu erklären, wie so oft – wie eigentlich immer, wie fast immer, in den Farben, die Sie kennen: In den weißen Trikots und den schwarzen Hosen! Aber, meine lieben Zuschauer, das wissen Sie ja sicher auch so, da muß man keine großen Worte mehr verlieren.

Und zum Schluss ein verstörend aktuelles Zitat: Da ist Sunday Oliseh, der spielte ja schon beim 1.FC Köln, als da noch richtig Fußball gespielt wurde.

Mehr Kommentatorensprüche gibt’s hier und hier.