Werder Bremen wie in der Hinrunde

geschrieben von lars | in Alemannia Aachen, Fussball, Spieltage, Werder Bremen | am 20. 04. 2007

Wenn ich hier einmal kurz meine Fan-Seele fliegen lassen darf: Das Spiel Werder gegen Aachen heute Abend hat mich an die schönsten und gleichzeitig nervenaufreibensten Momente der Hinrunde erinnert. Zunächst einmal hat Aachen wirklich sehr gut gespielt, sie haben das frühe Tor geschossen – für eine Auswärtsmannschaft immer ein Traum – und haben danach klasse gekämpft mit teilweise sehr guter Abwehr und waren trotz aller Überlegenheit der Bremer immer wieder mal nah am nächsten eigenen Tor.

Aber Bremen war besser, sogar viel besser (bis auf die letzten zehn Minuten). Was sie im Spiel nach vorn gezeigt haben war teilweise Weltklasse und so schön schnell wie man es aus den diversen Sechstorespielen der Hinrunde kannte. Vor allem das 1:1 von Jensen war Folge einer grandios schnellen und schönen Folge von Direktpässen, dass selbst einem Ronaldinho gemeinsam mit Ronaldo schwindelig geworden wäre (Christiano natürlich! :-) ) Und Diego war auch, aber nicht nur wegen seines Tores der beste Spieler auf dem Platz, vielleicht noch gemeinsam mit den beiden Außenspielern Fritz und – vor allem – Patrick Owomoyela, von dem man wieder gemerkt hat, wie wichtig er sein kann.

Wenn ich aber sage, dass mich das Spiel an die Hinrunde erinnerte, dann muss man natürlich auch die Abwehr nennen. Und die war in bester Werdermanie teilweise unerträglich offen. Aber ich hatte auch wie in der Hinrunde das Gefühl, dass diese riskante Spielweise bei dem schnellen Offensivspiel einkalkuliert ist. Das zeigte schon die fast Ailtonmäßige Menge an teilweise ganz knappen Abseitsstellungen bei den Aachenern.

Und auch die Chancenauswertung war typisch. Laut Sport1 hat Bremen 26mal aufs Tor von Nicht geschossen und damit öfter als in irgendeinem anderen Heimspiel dieser Saison und trotzdem stand es bis zur 93. Minute nur 2:1 und Aachen war am Schluss sehr nah dran am Ausgleich. Klose vergab viele Chancen, Diego sowieso und für den einen Pass von Torsten Frings beim Konter in den Schlussminuten würde ich ihn am liebsten mit meinen eigenen Händen über die Alpen tragen.

Aber es hat gereicht und es war ein wunderbares Fußballspiel; besser als alle müden und trostlosen 2:1-Siege, die man von anderen Spitzenvereinen und auch von Werder ab und zu geboten bekommt. Schalke steht nun schon ein bisschen unter Druck und ich bin sehr gespannt auf die Spiele morgen.

Und der Alemannia wünsche ich, dass sie drin bleibt; schon alleine wegen der Fans, die das ganze Spiel über nicht aufgehört haben, Krach zu machen…

So, meine Fan-Seele ist wieder gelandet. Gute Nacht.