Transfer-Check

Die 18 Teams der Bundesliga im Transfer-Check: 1. FSV Mainz 05 (8/18)

Am 31. August um 12:00 schließt das Transferfenster in Deutschland seine Pforten. Wie jedes Jahr haben sich die Teams aus höchsten deutschen Spielklasse wieder zahlreich verstärkt. Dem gegenüber stehen auch zahlreiche Spieler, die ihre Vereine aus der Bundesliga verlassen haben. bundesliga-blog.de nimmt die Personalplanungen der Vereine im Transfer-Check genauer unter die Lupe.

Heute im Porträt: 1. FSV Mainz 05

In der abgelaufenen Spielzeit belegte Mainz 05 den 11. Tabellenplatz in der Bundesliga. Eine Mittelfeldplatzierung, mit der man sich im Mainz zufrieden gab. Nach den Entlassung von Kasper Humjland hatte man in Martin Schmidt den richtigen Trainer für die Zukunft gefunden. Das Ziel von Manager Christian Heidel in dieser Transferperiode war es, das Grundgerüst der Mannschaft zu behalten, er erklärte trotzdem keinen Spieler in Mainz für unverkäuflich. Mit diesem Vorsatz hat Heidel in dieser Transferperiode hervorragende Arbeit geleistet.

 

Zugänge:
Der Verein hat in der laufenden Transferperiode bisher neun Spieler verpflichtet. Jeder Mannschaftsteil wurde in Mainz verstärkt. Angefangen im Tor: Mit Gianluca Curci kam ein neuer Torhüter Zwei vom AS Rom ablösefrei zum FSV. Der 30-Jährige soll als Nummer Zwei hinter Stammtorwart Loris Karius fungieren. In der Verteidigung holte Manger Heidel zwei Akteure: von Bundesliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 wurde Rechtsverteidiger Leon Balogun verpflichtet und Innenverteidiger Henrique Serero kam von Kayserispor. Balogun gilt als Alternative für Stamm-Rechtsverteidiger Daniel Brosinski und Serero ist Reserve-Innenverteidiger und nimmt den Platz von Nicole Noveski ein, der seine Karriere beendet hat. Im Mittelfeld verstärkte sich der FSV Mainz 05 gleich viermal: Nach seiner Vertragsauflösung beim Hamburger SV unterschrieb Maximilan Beister umgehend einen Vertrag in Mainz. Er erhielt in Hamburg eine Abfindung, da der Verein dachte, man könne den Mittelfeldspieler nicht verkaufen. Der Transfer von Beister sorgte für viel Aufsehen. Vom VFL Bochum kam der zentrale Mittelfeldspieler Danny Latza. Er wechselte genauso wie Curci, Serero, Balogun und Beister ablösefrei nach Mainz. Aus der 3. Liga wurde Besar Halimi verpflichtet. Der offensive Mittelfeldspieler wechselte für 400.000 Euro nach Mainz und gilt als Perspektivspieler. Er wurde umgehend nach seiner Verpflichtung weiterverliehen. Der vierte neue Mann im Mittelfeld ist Fabian Frei. Der Schweizer Nationalspieler ist der Königstransfer der 05er und wechselte 3,6 Millionen Euro nach Mainz. Er gilt als neuer Mittelfeld Regisseur im Mainzer Spielsystem. Im Sturm schlug der FSV zweimal zu: Aus der 2. Bundesliga vom 1.FC Heidenheim kam Florian Niederlechner für rund 2 Millionen Euro und der Japaner Yoshinori Muto kam für 2,8 Millionen Euro aus seiner Heimat Japan vom FC Tokyo nach Mainz.

Abgänge:
In diesem Transferfenster erwirtschaftete der FSV Mainz 05 Einnahmen von rund 27 Millionen Euro. Für einen kleinen Verein wie Mainz eine beachtliche Summe. Zwei Leistungsträger hat Christian Heidel für eine zweistellige Millionensumme abgegeben. Mittelfeldchef Johannes Geis wechselte für 12 Millionen plus erfolgsabhängige Nachzahlungen zum Ligakonkurrenten Schalke 04. Der 21-Jährige hatte eigentlich noch einen Vertrag bis 2017. Top-Torjäger Shinji Okazaki verließ den Verein ebenfalls und schloss sich dem  englischen Erstligisten Leicester City an. Für ihn kassierten die Mainzer eine Ablöse von rund 11 Millionen Euro. Der neugeholte Mittefeldspieler Besar Halimi verließ den Club nach seiner Verpflichtung wieder und spielt in dieser Saison beim FSV Frankfurt. Julian Koch und Sebastian Polter kehrten nach ihren Ausleihen in der verganen Saison nicht mehr nach Mainz zurück und wurden abgeben. Polter schloss sich für 2,3 Millionen dem englischen Zweitligisten Queens Park Rangers an und Koch wechselte für 300.000 Euro zu Fortuna Düsseldorf. Ersatz-Torwart Stefanos Kapino wechselte für 2 Millionen Euro in seine Heimat nach Griechenland zurück.

Fazit:
Nach dem Abgängen von Okazaki und Geis hat der Verein reagiert und bereits potenzielle Nachfolger verpflichtet. Insgesamt hat der FSV Mainz einen großen Gewinn in dieser Transferperiode erwirtschaftet und gleichzeitig die Breite des Kaders verstärkt. Trotzdem darf man gespannt sein, ob der Verein es schafft, die Abgänge der beiden Starspieler zu kompensieren.

 

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